Depression bei Katzen

22.06.2016
Kennen Sie dass, Ihre Samtpfote will nicht fressen, ist nicht so verspielt oder lebhaft wie normal. Auch Katzen können Depressionen bekommen, allerdings ist eine klare Abgrenzung zu anderen Erkrankungen zwingend notwendig.Bei Appetitlosigkeit, Futterverweigerung, Apathie, sich verkriechen und nicht mehr kuscheln lassen können Anzeichen einer Depression sein, aber auch auf eine Organische Erkrankung hinweisen. Suchen Sie deshalb zuerst Ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt auf, um andere Erkrankungen ausschließen zu können. Denken Sie daran dass alte Katzen ruhiger werden und dies nicht unbedingt auf eine Depression hinweisen muss. Im Alter fressen Katzen oft weniger, schlafen viel mehr da der Stoffwechsel langsamer arbeitet.Wenn Sie Ihre Katze gut kennen können Sie eine Depression leicht erkennen, ähnlich wie bei Menschen, möchten auch Katzen nur noch ihre Ruhe, wollen weder was sehen noch hören und haben wenig bis keinen Appetit, auch kann die Fellpflege in den Hintergrund geraten. Oft können hier Ursachen klar erkannt werden wie Beispielsweise ein traumatisches Erlebnis, eine Verletzung oder Operation sowie der Tod der Bezugsperson oder der Zweitkatze. Wenn Ihre Katze ihren Katzenpartner oder Katzenpartnerin verloren hat, geben Sie ihr Zeit zum Trauern und zum Verarbeiten. Haben Sie Geduld und unterstützen Sie Ihr Tier mit extra Schmuseeinheiten und Ablenkungsversuchen wie Spielaufforderungen. Mit Hilfe einer Tierheilpraktikerin kann eine Katze in dieser Situation naturheilkundlich mit Hydrolaten, Bachblüten oder homöopathisch unterstützt werden, dies Bedarf jedoch einer umfassenden Anamnese, gerne helfe ich Ihnen dabei.Lassen Sie Futterverweigerungen nicht zu, eine Katze sollte nie länger wie einen halben bis maximal einen Tag fasten. Erwärmen Sie in diesen Fällen das Futter, durch das Erhitzen werden Aromastoffe freigesetzt die die Katze zum Fressen animieren. Auch mit Thunfisch oder in Ausnahmefällen etwas Leberwurst unters Futter, können Sie Ihre Katze zum Fressen animieren. Sollte Ihre Samtpfote am zweiten Tag immer noch das Futter verweigern, gehen Sie bitte zum Tierarzt und lassen Sie Ihrer Katze dort helfen. Bieten Sie Ihrer Mieze auch immer wieder kleine Leckerbissen an um sie zum Fressen zu animieren.Es kann unter Umständen auch schwierig werden die Ursache für eine Depression herauszufinden, in diesen Fällen wenden Sie sich bitte an einen Tierheilpraktiker.Bitte nehmen Sie Depressionen bei Ihrem Stubentiger ernst und holen Sie sich professionelle Hilfe, ein seelisches Ungleichgewicht wie eine Depression kann auf Dauer das Immunsystem schwächen. Zu den weiteren Ursachen von Depressionen können beispielsweise zählen: Umzug, neue Möbel, neuer Katzenpartner, Nachwuchs der Besitzer, Einzug eines Hundes im Haushalt, neue Nachbarn, veränderte Arbeitszeiten der Besitzer, ein anderer Tagesablauf, abgesägter Lieblingsbaum, Umstellen der Möbel, neuer Lebenspartner usw. Selbstbewusste Katzen reagieren in solchen Situationen eher mit Zerkratzen von Möbeln oder dem Markieren in der Wohnung bzw. Unsauberkeit. Sensible Tiere hingegen sind anfällig für Depressionen. Haben Sie viel Geduld, Zeit und Liebe in solchen Situationen, Ihr Stubentiger wird es Ihnen danken.