Trennungsangst

 

Trennungsangst bei Hunden kommt relativ häufig vor, hauptsächlich wenn ein Tier nie gelernt hat Alleine zu bleiben, der Hundepartner oder die Lieblingsbezugsperson gestorben ist, eine besonders enge Bindung zum Besitzer besteht (Hund hängt wie ein Schatten hinter einem, wenn man geht und steht), ein traumatisches Ereignis auf Seelenebene sich während der Zeit des Alleinseins wie beispielsweise starkes Gewitter oder Feuerwerk ereignet hat. Diese Tiere bekommen während des Alleinseins Stress mit körperlichen Symptomen wie vermehrtes Hecheln und Speicheln, Herzrasen, Kot- und Urinabsatz. Durch Aktionen Bellen winseln, an der Türe kratzen, zerstören von Gegenständen, versucht der Hund den enormen Druck und des Stress abzubauen. Dies hat weder etwas mit Zerstörungswut noch mit Rache oder was sonst noch ins menschliche Denken fällt zu tun. Bitte bestrafen Sie Ihren Hund nicht für zerstörte Gegenstände oder Häufchen/Urin das während Ihrer Abwesenheit abgesetzt wurde, Ihr Hund kann keinen Bezug mehr zwischen falschem Verhalten und Bestrafung herstellen und im schlimmsten Fall Angst vor Ihnen und Ihrer Rückkehr entwickeln. Vielleicht denken Sie jetzt, aber er setzt, wenn ich nach Hause komme ein schlechtes Gewissen Gesicht auf? Dies hat keinesfalls etwas mit seinem Fehlverhalten sondern eher mit Ihrer Reaktion dem Hund gegenüber beim Nachhause kommen und der Entdeckung des Maleurs. Der Hund verbindet mit Ihrem Nachhause kommen Strafe und zeigt aus diesem Grund ein unterwürfiges Verhalten. Bauen Sie den Stress für Ihren Hund ab, in dem Sie wie bei einem Welpen das Alleinsein üben. Lassen Sie ihn kurz in einem Zimmer alleine, gehen Sie wieder hinein ohne Ihr Tier dabei zu beachten, verlängern Sie nach und nach die Frequenzen von wenigen Sekunden über wenige Minuten bis hin zu ein / zwei Stunden und steigern Sie langsam die Zeit. Fängt Ihr Hund beispielsweise nach 15 Minuten mit Jaulen oder bellen an, gehen Sie beim nächsten Mal nur 10 Minuten aus dem Haus und steigern den Abstand dann wieder langsamer nach oben. Stoppen Sie jegliche Ihrer Rituale beim Verlassen des Hauses und beim Nachhause kommen. Dh. Sie sagen weder Tschüss zu Ihrem Hund noch soll er angefasst werden. Ist Ihr Hund, beim Zuhause kommen zu aufdringlich (Anspringen, Anbellen usw.) ignorieren Sie ihn bitte, wenn er sich beruhigt hat, liegt oder sitzt darf er natürlich gestreichelt werden. Ihr Hund soll lernen Ihr kommen und gehen als selbstverständlich zu betrachten. Nehmen Sie auch öfter mal Ihren Schlüssel in die Hand und legen Sie ihn wieder hin, dass gleiche gilt für Jacken, ziehen Sie öfter mal Ihre Jacke oder Schuhe an ohne das Haus zu verlassen und ziehen Sie diese dann wieder aus. Sie können Ihren Hund auch dadurch unterstützen dass Sie ihn, wenn Sie Zuhause sind auf Distanz halten. Dies können Sie tun, in dem Sie Ihren Hund in sein Körbchen oder ins Platz schicken und er erst wieder kommen darf, wenn Sie Ihn rufen, bleibt er ruhig liegen, loben Sie ihn unmittelbar evtl. auch mit Leckerchen!!! Absolviert Ihr Hund diese Übungen mit Bravur ist danach Spielen und Belohnung durch Streicheleinheiten angesagt. Ignorieren Sie Ihren Hund ab ca. 30 Minuten vor Verlassen des Hauses, ziehen Sie Jacke und Schuhe möglichst draußen an. Ausgelastete Hunde leiden weniger an Trennungsangst, deswegen eignet sich Kopfarbeit aber auch Hundesport sehr gut um einen in allen Lebenslagen ausgeglichen Partner an seiner Seite zu haben. Ideal sind Hundesportarten die gleichzeitig auch das Köpfchen anstrengen wie Maintrailing oder Rally Obidience. Auch immer wieder ablegen und Bleib Übungen während des Spazierganges helfen Stress gar nicht erst entstehen zu lassen. Legen Sie Ihren Hund ab und geben Ihn den Befehl liegen zu bleiben, gehen Sie etliche Schritt vom Hund weg, bevor Sie wieder zu ihm gehen und ihn ausführlich und überschwenglich für sein liegenbleiben belohnen. Lösen Sie jede Übung mit Spielen, rennen oder kuscheln auf. Bachblüten, Pheromone und Aromaöle (Achtung bitte keine Aromaöle verwenden, wenn eine Katze in Ihrem Haushalt wohnt) können das Alleinsein Training unterstützen und bei Trennungsangst unterstützend eingesetzt werden. Auch können Sie Ihren Hund während Ihrer Abwesenheit Beschäftigung anbieten, ein Kong gefüllt mit Hüttenkäse, Jogurt oder BARF ist hierfür besonders geeignet. Wenn Sie Zuhause oft Musik oder den Fernseher anhaben, können Sie diesen für Ihren Hund während des Alleinseins anlassen, besonders klassische Musik wirkt sich beruhigend auf Tiere aus.