Tipps & Tricks & Infos

Flohsamenschalen

02.03.2018

Hierbei handelt es sich um die Samenschalen der Wegerichart Plantago indica, Plantago afra, Plantago Ovata auch genannt Plantago psyllium.

Als Ergänzungsfuttermittel für unsere Hunde (aber auch Katzen und Pferde) sind Flohsamenschalen besonders wertvoll durch seine vielen unlöslichen Faserstoffe, die vor allem der Darmschleimhaut wichtige Dienste leisten. Bei Verstopfung lockern sie, gut eingeweicht in Wasser, den Stuhlgang auf. Die in den Flohsamenschalen enthaltenen Schleimstoffe beruhigen die Darmschleimhaut. Flohsamenschalen wirken entzündungshemmend und antibakteriell und regen die Darmtätigkeit an. Bei Durchfall können sie trocken symptomatisch eingesetzt werden, jedoch sollte immer die Ursache behandelt werden.

Analdrüsenverstopfung beim Hund entsteht oftmals durch zu weichen Kot. Hunde die oft Analdrüsenverstopfung haben können durch die Zugabe von Flohsamenschalen ins Futter profitieren, diese festigen den Kot, wenn kein Wasser zugegeben wird, die benötigte Menge rechnet Euch gerne eure THP aus.

Flohsamenschalen können weiterhin als sättigender Füllstoff bei Reduktionsdiäten eingesetzt werden, sofern der Nährstoffgehalt der Ration stimmt, damit das Tier mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt wird.

In der BARF Ration können Flohsamenschalen auch das Obst und Gemüse durch seine vielen Faserstoffe ersetzen, wenn ein Hund trotz aller angebotenen Varianten (gedünstet, püriert, mit Pansen/Leber püriert) nicht anrührt, jedoch ist frisches Gemüse und Obst beim Hund immer vorzuziehen. Bei unseren Samtpfötchen können Flohsamenschalen problemlos für den Faseranteil in der Nahrung eingesetzt werden.

Ein weiterer großer Vorteil der Flohsamenschalen ist, dass sie auch problemlos für Allergiker geeignet sind und generell eine sehr hohe Akzeptanz bei Tieren haben.

Flohsamenschalen machen den Kot extrem vollumös, also bitte nicht erschrecken, wenn euer Hund plötzlich große Mengen Kot absetzt oder der Kot plötzlich aussieht wie wenn es ein Stück Darm wäre, durch das Volumen, nimmt der Kot oftmals die Windungen und Formen vom Darm an, was im ersten Moment, wenn man den Kot sieht, etwas befremdlich wirken kann.

Flohsamenschalen enthalten pro 100g ca. 84g Ballaststoffe, ca. 2,4g Eiweiß, ca. 1,7g Kohlenhydrate und 21kcal.

Die Dosierung sollte immer individuell auf das jeweilige Tier angepasst werden, weshalb hier nur ungefähre Richtwerte zur Orientierung gegeben werden und nur Dosierung für gewässerte Flohsamenschalen. Für Dosierungen bei Durchfall oder Analdrüsenverstopfung wendet euch bitte an euren Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater.

Dosierung Hund:

– 1g pro 5 Kilo Körpermasse (max. 10g/Tag)
– pro 1g Flohsamenschalen

Meine Empfehlung ist den Flohsamenschalen so lange Wasser zu zugeben, bis sie mit Wasser gesättigt sind und das restliche Wasser abzuschütten. Flohsamenschalen lange einweichen (am besten über Nacht) und langsam an die Menge herantasten.

Dosierung Katze:
ca. 1 – 1 1/2 Tl pro Tag und Katze, je nach Gewicht der Katz in einer Tasse voll mit Wasser einweichen (langsam an die Menge herantasten)

Dosierung Pferde/Ponys:

– Pferde 50-100g
– Ponys 30-50g

Gut mit mindestens 1l Wasser einweichen und lange quellen lassen, bis die Schalen vom Wasser gesättigt sind.

Herzliche Grüße
Tierheilpraxis KräuterTierchen

Foto & Text: ©Tierheilpraxis KräuterTierchen

 

 

Spondylose beim Hund

16.02.2018
Bei der Spondylose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, sie kann aber auch genetisch bedingt sein. Spondylose ist ein Selbstschutz des Körpers um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Wenn Bänder und/oder Sehnen geschwächt oder Knorpelflächen geschädigt sind, kommt es zur Bildung von Knochenzacken oder auch Knochenbrücken an den Wirbelkörpern. Durch diese Neubildungen können Gelenke aneinander reiben oder Nerven gedrückt bzw. gereizt werden, was Schmerzen verursacht.

Starke Belastung in jungen Jahren (zum Beispiel Diensthunde, Jagdhunde und Sporthunde) sind besonders gefährdet später an Spondylose zu erkranken, ebenso wie große schwere Rassen häufiger betroffen sind wie kleine Rassen und Übergewicht ebenfalls eine Spondylose begünstigen kann.

Häufige Symptome sind*:
*Achtung die Symptome können auch bei anderen Erkrankungen vorkommen.
• Hund möchte nicht mehr ins Auto springen, ggf. kommt der Hund auch nicht mehr auf die Couch oder ins Bett
• Hund hat Probleme beim Treppen steigen oder möchte diese nicht mehr gehen
• Schmerzen beim Aufstehen/Hinlegen
• Steifer Rücken (ggf. aufgezogen wie ein Katzenbuckel)
• steife/staksige Gangart
• Hunde sind Berührungsempfindlich am Rücken
• Rüden können Probleme beim Beinheben haben
• Die Hunde werden ruhiger, möchten nicht mehr mit Artgenossen oder ihren Menschen spielen und möchten sich weniger bewegen
• ggf. Schleifen der Krallen am Boden, weil die Hinterläufe nicht mehr richtig angehoben werden
• Lahmen der hinteren Gliedmaßen in schweren Fällen
• In besonders schweren Fällen neurologische Probleme oder Lähmungen

Diagnose:
Mittels Bildgebender Verfahren (Röntgen/CT)

Grade der Spondylose:
• Erste Zacken an den Wirbelkörpern
• Knochenzangen ohne Brückenbildung
• Knochenzange mit Brückenbildung
• Geschlossene Knochenzangen

Für Spondylose gibt es leider keine Heilung nur die Schmerzbehandlung und Milderung von Symptomen.

Was kannst du selbst tun?
• Passe die Spaziergänge deinem Hund an, lieber kürzer und dafür öfter
• Muskelaufbau, lass dir von einem Hundephysiotherapeuten Übungen für den Muskelaufbau zeigen oder Training auf dem Unterwasserlaufband
• Ins Auto springen sollte vermieden werden, hier kann man den Hund mittels einer Rampe ins Auto begleiten
• Vermeide schnelle kurze Sprints und sportlich belastende Betätigungen für deinen Hund
• Gewichtsreduktion

Spondylose vorbeugen:
• Sehnen und Bänder mittels Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel stärken
• Extrembelastungen in jungen Jahren meiden
• Muskulatur mittels Schwimmtraining oder moderaten Fahrrad fahren aufbauen
• Nährungsergänzungsmittel für die Gelenke kurweise hin und wieder geben

Schulmedizin
Hier steht die Schmerzreduktion mittels Schmerzmitteln im Vordergrund, bitte wende dich dazu an einen Tierarzt deines Vertrauens.

Naturheilkunde
In meiner mobilen Tierheilpraxis schaue ich mir an, was genau zu genau diesem Tier passt und wähle danach den Behandlungsplan aus, der oftmals verschiedene Komponenten der Naturheilkunde enthält (zum Beispiel Akupunktur und Kräuter). So können neben Akupunktur und Neuraltherapie auch Blutegel, die Bioresonanztherapie, die chinesische oder westliche Kräuterkunde zum Einsatz kommen. Im Vordergrund stehen die Schmerzreduktion sowie die Anpassung der Ernährung auf das Krankheitsbild. Ideal ist eine gleichzeitige Begleitung von Physiotherapie (zum Beispiel bei meiner Kollegin Heike Stöffler, Hundephysio Südpfalz).

Du wünschst dir eine natuheikundliche Behandlung? Sprech mich an, ich stehe dir gerne für Fragen zum Ablauf einer Behandlung zur Verfügung.

Liebe Grüße
Tierheilpraxis KräuterTierchen

Text & Foto: Tina Knopf

 

 

 

 

Gemüse für die BARF Ration

09.02.2018

Gemüse und Obst wird in der BARF Ration für die Faserstoffe gefüttert. Die Faserstoffe sorgen für eine gesunde Verdauung und Unterstützung der Darmflora. Gemüse und Obst enthält viele gesundheitsfördernde Bestandteile wie sekundäre Pflanzenstoffe, Flavonoide (welche gerade bei Giardienbefall eine wichtige Rolle spielen), Caratonoide und vieles mehr. Durch pürieren werden die Zellwände aufgespalten und können so vom Hund besser aufgenommen, verdaut und verwertet werden, auch ist die Akzeptanz in püriertem Zustand meist höher wie in Stücken. Nimmt ein Hund das Gemüse roh nicht an, kann es auch gedünstet angeboten werden. Gemüse und Obst dient allerdings nicht der Nährstoffversorgung von Vitaminen, Spurenelemente und Mineralstoffen, diese zieht ein Hund zum größten Teil über Innereien (gerade Leber und Niere sind wahre Nährstoffbomben) sowie über Muskelfleisch und RFK.

Gemüse im Winter

Wirsing und andere Kohlarten

Kohl wie zum Beispiel Grünkohl oder Wirsing ist in der Regel schwer verdaulich, gekocht und mit etwas Fett (ich nehme hier gerne Gänseschmalz) lässt sich die Verdaulichkeit erhöhen, das Risiko für Blähungen wird dadurch minimiert. Kohl ist gerade jetzt im Winter ein tolles Saisongemüse. Frost macht Kohl im übrigen auch verträglicher für die Verdauung.
Kohl, speziell aber jetzt der Wirsing enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, Flavonoide, Carotinoide, Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Vitamin B6, Magnesium, Eisen und Eiweiß. Im Gemüsefach hält sich Kohl bis zu einer Woche. Man sollte jedoch darauf achten, dass Kohl nicht neben Äpfeln oder Tomaten gelagert wird, beide enthalten Ethylen, welches sie freisetzen und dieses lässt die Blätter des Kohls schneller welken.

Pastinaken
Bei den Pastinaken handelt es sich um ein typisches Wurzelgemüse, welches auch ein typisches Wintergemüse ist. Sie enthalten u.a. Pektin, ätherische Öle (Vorsicht bei Epileptikern!), Eisen, Kalium, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin C, Phosphor, Calcium, Fett, Magnesium, Zink, Protein, Stärke und Provitamin A sowie Ballaststoffe. Der Geschmack wird nach einem Frost milder. Die Pastinake kommt auch als Heilpflanze in der traditionellen Volksheilkunde zum Einsatz, sie soll harntreibende und verdauungsfördernde Eigenschaften besitzen.

Karotten
Je kräftiger die Farbe dieses Wurzelgemüses ist, desto höher ist meist auch der Gehalt an Beta Carotin. Werden Karotten jung geerntet enthalten sie in der Regel bis zu 6% Zucker, bei späteren Sorten verringert sich der Zuckergehalt entsprechend. Ansonsten enthalten Karotten noch Natrium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Ballaststoffe. Enthalten im Vergleich zu anderen Gemüsesorten viel Kohlenhydrate und sollten daher bei einem Giardienbefall nicht gefüttert werden. Bei bakteriell bedingten Durchfall, empfiehlt sich der Einsatz der Moroschen Karottensuppe (Rezept findet ihr auf meiner Homepage).

Feldsalat
Auch Ackersalat, Rapunzel oder Vogelsalat genannt ist ein toller Wintersalat, der sich auch hervorragend für die Hunderation eignet. Neben sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen enthält er auch Folsäure, Kalium, Eisen und B Vitamine.

Rote Beete
Rote Beete enthält neben Ballaststoffen noch etliches an Vitamin A, Eisen, Folsäure sowie Vitamin C. Vorsicht ist in der Fütterung jedoch wegen der Oxalsäure geboten. Oxalsäure sollte nur in kleinen Mengen und nicht bei Blasengries/-steinen oder Nierenproblemen gefüttert werden. Der Oxalsäuregehalt lässt sich im Übrigen durch kochen minimieren, das Kochwasser entsprechend entsorgen.
Weitere Gemüse mit hohem Oxalsäuregehalt: Spinat, Mangold, Spargel, Rhabarber

Kürbis
Kürbisse liefern Ballaststoffe, besonders viel Vitamin A aber auch Magnesium, Calzium und Kalium. Kürbiskerne werden in der traditionellen Medizin bei Harnwegsinfekten und Prostataleiden eingesetzt sowie bei Bandwurmbefall bei Hunden. Des Weiteren enthalten die Kerne die Aminosäure Tryptophan sowie sekundäre Pflanzenstoffen und gesunden Fettsäuren. Kürbis kann gekocht oder roh gegeben werden.

Liste erstellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Liebe Grüße
Tina

Text und Foto: ©Tina Knopf

 

 

 

 

 

 

19. Januar 2018

 

 

Vogelfutter selber machen

6. Januar 2018

 

Weihnachtsbäckerei

15.12.2017

Ihr habt mal wieder Eiweiß übrig und möchtet es nicht entsorgen? Dann probiert mal Hunde Leckerschmeckerschnee ❄️❄️

 

Ihr braucht:

2 Eiweiß
1-2 Esslöffel püriertes Fleisch, Thunfisch oder Käse

Eiweiß zu Eischnee Rühren, püriertes Fleisch (oder Fisch oder Käse) vorsichtig unterheben und in 2 Backmatte füllen, darauf achten das die Matten nur zur Hälfte gefüllt werden. Für 15-20 Minuten bei 180 Grad trocken backen lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende

Liebe Grüße

Tina

C: Tina Knopf Tierheilpraxis KräuterTierchen

Scheinträchtigkeit

01.10.2017

Um die Scheinträchtigkeit zu verstehen, müssen wir erst einen kleinen Ausflug in den hormonellen Zyklus unserer Vierbeiner starten. Die Geschlechtsreife beginnt je nach Größe und Rasse zwischen dem 6 und 12 Lebensmonat (bei kleinen Hunden wie z.B. Chihuahua auch mal früher, bei sehr großen Rassen wie z.B. Kaukasischer Owtscharka auch mal später). Die Zuchtreife beginnt zwischen dem 18 bis 24 LM (in der Regel werden Hündinnen ab dem 2 LJ gedeckt, optimaler Weise max. 3 mal im Leben, dh 1x im 2 LJ, 1x im 4 LJ und das letzte Mal kurz vor dem 6 LJ). Der Zyklus ist Diöstrisch, das heißt die Hündin wird in der Regel 2x im Jahr läufig, also alle 6-8 Monate für ca. 21 Tage.

Der Zyklus wird eingeteilt in Ovarieller, Eileiter- uteriner und vaginaler Zyklus. Der Ovarielle Zyklus steuert übergeordnet alle Vorgänge am Eierstock und zwar das Heranreifen von Follikeln, den Follikelsprung sowie die Aus- und Rückbildung der Gelbkörper.

Die Scheinträchtigkeit kommt noch aus der Zeit der Wölfe bzw. wildlebenden Hunden. In einem Wolfsrudel zeugen nur die ranghöchsten Tiere Nachwuchs. Der hormonelle Zyklus der Fähen findet in der Regel synchron statt. Mit der Scheinträchtigkeit, werden Muttertiere im Rudel bei der Aufzucht unterstützt. Sollte das Muttertier sterben, können die anderen Fähen die Welpen mit Milch versorgen. Die Scheinträchtigkeit ist in einem Wolfs- oder Wildhunderudel überlebenswichtig und ein ganz natürlicher Vorgang. Bei den Verhaltensänderungen handelt es sich deshalb NICHT um eine Verhaltensstörung.

Die Scheinträchtigkeit beginnt ca. 6-8 Wochen nach der Läufigkeit und kann folgende Symptome mit sich bringen:

  • starke Müdigkeit, ggf. ruhiger, zurückgezogener, lethargisch, depressiv
  • anhänglich & verschmust
  • horten von Kuscheltieren und Spielzeug
  • Nestbau
  • verringertes/vermehrtes Fressen/Trinken mit ggf. Zu-/Abnahme des Körpergewichtes
  • vermehrtes Gras fressen, Übelkeit, Erbrechen
  • Milchbildung
  • Aggressivität
  • verminderter Spieltrieb, verminderter Antrieb, ggf. erhöhte Territorialität

Vereinfacht und verkürzt zusammengefasst (die Vertiefung der hormonellen Vorgänge erspare ich euch an dieser Stelle), wird die Scheinträchtigkeit durch eine sehr lange Einwirkung von Progesteron (Gelbkörperhormon, die Gelbkörperphase dauert unabhängig von einer Aufnahme/Trächtigkeit ca. 60 Tage) mit anschließendem Anstieg von Prolaktin im Blut (auch Blutprolaktinspiegel genannt) ausgelöst. Das Prolaktin wiederum bedingt ebenfalls auch die Milchbildung.

Betroffen ist im Prinzip jede intakte Hündin, aber die Symptome treten unterschiedlich hervor und bei manchen sogar so gut wie gar nicht.

Die Scheinträchtigkeit stellt ggf. eine psychische Belastung sowohl für die Hündinnen wie auch für den Halter (oder im Hause lebende Rüden dar). Durch den Auf- und Abbau des milchbildenden Drüsengewebes kann es u.U. auf lange Sicht häufiger zu Tumoren am Gesäuge kommen, was im Gegenzug allerdings nicht heißt, dass eine Kastration Krebs verhindert, im Gegenteil, meist bildet sich dieser dann an anderer Stelle. Zum Thema Kastration empfehle ich Euch das Buch: Kastration und Verhalten von Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck.

Was kann der Halter tun?

  • Fütterung von Vitamin B6 ab Beginn Läufigkeit bis 2 Monate danach ins Futter (hemmt Prolaktin)
  • Himbeerblatt ab Beginn der Läufigkeit ins Futter geben
  • Alle Spielsachen und Kuscheltiere wegräumen
  • Futter ab Läufigkeit für ca. 3 Monate reduzieren (Nahrungskarenz)

Behandlungsmöglichkeiten

Schulmedizinisch über Ihren Tierarzt:

  • Hormonpräparate wie Contralac oder Galastop
  • Kastration
  • Hormonelle Unterdrückung der Läufigkeit

Naturheilkundlich über Tierheilpraktiker:

  • Kräuterheilkunde
  • Traditionelle Chinesische Medizin (Kräuterheilkunde/Akupunktur)
  • Bioresonanztherapie
  • Bachblütentherapie begleitend
  • Homöopathisch

Gerne unterstütze ich Sie bei der Behandlung Ihres Hundes.

Herzliche Grüße

Tierheilpraxis KräuterTierchen

 

Foto: Lizenzfrei über Pexels

 

Geänderte Referenzintervalle Kreatinin

27.09.2017

Für CNI Tierhalter besonders interessant ist die Info, dass die Kreatininwerte für Hunde und Katzen von dem Labor Idexx zum 8.10.2017 angehoben werden.

Hunde von bisher 1,4mg/dl oberer Referenzwert auf 1,5 mg/dl und Katzen von bisher 1,9 mg/dl auf 2,3mg/dl.

Die Referenzbereiche von SDMA bleiben wie bisher.

https://www.idexx.eu/deutschland/diagnostic-topic/haematology–chemistry/aktualisierte-referenzintervalle-kreatinin/

 

Kot fressen

– Aufgrund körperlicher Ursachen

23.09.2017

Gerade für uns Menschen ist Kot fressen in der Fachsprache Koprophagie,  das so ziemlich widerlichste was sein geliebter Vierbeiner machen kann (ja gut, in toten Fisch wälzen ist auch nicht prickelnd, gebe ich ja zu 😉 ). Schaut man in Foren oder FB Gruppen, wird es meistens als unerwünschtes Verhalten abgetan, beim Welpen heißt es oft, dass meist nach einiger Zeit von alleine verschwindet, bei Erwachsenen Hunden unbedingt abtrainiert werden muss und auch beim Welpen unbedingt ein Antigiftködertraining (was nie ein Fehler ist!) durchgeführt werden muss.

Mir geht es in dem Artikel nicht um unerwünschtes Verhalten und die Durchleuchtung des hündischen Verhaltens,  dafür gibt es Hundetrainer und Verhaltensexperten die mit den Besitzern gemeinsam an diesem Problem arbeiten können, mir geht es hier rein um mögliche Erkrankungen oder Ernährungsdefizite, die dazu führen.

Aber zuerst einmal schauen wir uns die Gefahren an, die Kot fressen mit sich bringt. Kot kann Parasiten und Krankheiten übertragen, der Hund kann sich so zusagen infizieren mit

  • Giardien
  • Wurmeier und Würmern (Bandwürmer, Spülwürmer usw.)
  • Parvovirose (Hundekot)
  • Toxoplasmose (Katzenkot)
  • Infektionskrankheiten (Zwingerhusten, Magen-Darm-Virus usw.)
  • Salmonellen (Kot von Geflügel)

Bei Hunden die betroffen vom MDR1 Defekt sind, kann die Aufnahme von Pferdekot (wenn gerade vorher chemisch entwurmt wurde) u.U. tödlich enden.

Auch an das Thema Zoonose sollte man hier im Hinterkopf behalten um bei entsprechenden Symptomen einen Arzt aufsuchen.

Mögliche Ursachen können sein:

  • Giardien
  • starker Wurmbefall
  • verschobene Darmflora
  • Pankreasinsuffizienz
  • Mangelerscheinungen / Ernährung

 

Was tun? èUrsache abklären und beheben sowie Kotaufnahme unterbinden

Giardien

Ob ein Hund Giardien hat kann mittels Sammelkotprobe über 3 Tage und Einsenden der Kotprobe in ein Labor für den ELISA Test (die Schnelltests sind leider nicht Aussagekräftig) getestet werden. Nicht immer zeigen Hunde Symptome, sollte ihr Hund Kot fressen, sollte man Giardien über einen Test ausschließen. Giardien entziehen dem Körper Nährstoffe (der Hund probiert über das Kot fressen dieses Defizit auszugleichen), dass heißt es kommt zu Mangelerscheinungen was gerade im Wachstum fatal ist. Hier sollten die Giardien mittels Ernährung und geeigneten naturheilkundlichen Mitteln (gerne erstelle ich Ihnen einen entsprechenden Ernährungsplan) oder schulmedizinischen Präparaten (hierzu bitte an einen Tierarzt wenden) eliminiert werden und fehlende Nährstoffe ergänzt.

 

Wurmbefall

Sollte man die Würmer nicht schon im Kot erkennen können, Sammelkot von 3 Tagen in ein Labor einsenden. Durch Wurmbefall ist die Darmflora massiv verschoben, auch hier versucht der Hund durch Kot fressen einen Ausgleich zu schaffen.

 

Verschobene Darmflora

Eine verschobene Darmflora zu Gunsten pathogener Keime kann zu Heißhungerattacken führen, bei der auch vor Kot nicht halt gemacht wird.  Hier kann ein Darmfloracheck den Übeltäter entlarven. Bitte immer eine frische Kotprobe direkt ans Labor senden (am besten gekühlt).

Pankreasinsuffizienz

Betroffene Tiere versuchen über das Kot fressen, die benötigten Enzyme aufzunehmen. Hier kann man den Kot des eigenen Hundes auf Canine Elastase untersuchen lassen.

 

Mangelerscheinungen / Ernährung

Mangelerscheinungen können v.a. im Wachstum durch unzureichende Nährstoffversorgung z.B. durch einseitige nicht artgerechte Fütterung  oder  Giardienbefall (s.o.) auftreten (das ist mit ein Grund warum das Kot fressen irgendwann von alleine wieder aufhört, dh. mit Abschluss des Hauptwachstums). Hier sollte dringendst die Fütterung überdacht oder der Futterplan überarbeitet werden sowie vorliegende Mängel ausgeglichen werden. Gerne stehe ich Ihnen für eine Ernährungsberatung zur Seite oder erstelle Ihnen einen Futterplan für Ihren Hund.

 

Artikel erstellt kein Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Sammelkotprobe und Kotprobe für Darmfloracheck

15.09.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Xylit (Birkenzucker)

08.09.2017

Da ein Vergiftungsfall mit Xylit gerade in sämtlichen FB Gruppen gepostet wird, möchten wir euch hier etwas mehr über den Zuckeraustauschstoff schreiben. Das Xylit giftig für Hunde ist, ist bereits seit langem bekannt (gleiches gilt für andere Zuckeraustauschstoffe die ähnlich oder gleich wirken). Wir greifen deshalb einen Teil aus unserem Beitrag vom 5.11.2016 (Facebook) und unseren Vergiftungsseminaren noch einmal hier auf.

Bei Xylit handelt es sich um einen Zuckeraustauschstoff der aus der Birkenrinde gewonnen wird.

Xylit wird in Bonbons, Kaugummis, Schokolade, Zahncreme sowie anderen Lebensmitteln verarbeitet (Achtung bei Produkten aus den USA muss Xylit nicht deklariert werden).

Nach 30-60 Minuten kommt es zu Erbrechen, Insulinanstieg nach 20 Minuten mit einem Plasmapeak von 40 Minuten im Blut.

Durch eine sehr hohe Insulinausschüttung kann es beim Hund zu einer lebensbedrohlichen Hypoglykämie sowie Leberschäden bis zum Leberversagen führen. Das heißt zuerst steigt der Blutzucker sehr hoch an und fällt dann in eine starke Unterzuckerung. Symptome können von Erbrechen über Schwäche, zittern, epilepsieähnlichen Anfällen, Lethargie, Unterzuckerung, Koordinationsschwierigkeiten, Kreislaufversagen, Koma bis hin zum Tod reichen.

Bereits Mengen ab 0,1g/kg können zu einer Hypoglykämie führen, je höher die Menge umso wahrscheinlicher KANN (nicht muss, da haben wir wieder die individuelle letale Dosis) ein akutes Leberversagen auftreten. Das Leberversagen kann auch ohne eine Hypoglykämie erfolgen (nach 9-72 Stunden).

Bitte geht schon beim kleinsten Verdacht auf eine Xylitolvergiftung direkt in die Tierklinik!

Kleiner Exkurs:

“Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“ (sic!)

Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim

LD = Die letale Dosis (LD) ist die für ein bestimmtes Individuum tödliche Menge eines Stoffes oder Strahlung (letale Dosis von Kaliumcyanid (Zyankali) liegt bei etwa 140 Milligramm (Erwachsener).

LD50 = Im Tierversuch wird der sogenannte LD50-Wert bestimmt, d.h. die Menge, die bei einmaliger Gabe den Tod von 50 % der Versuchstiere zur Folge hat. Es muss beachtet werden, dass bei der tödlichen Dosis LD50 die Hälfte der Versuchstierpopulation stirbt, was nicht heißt, dass die anderen 50% keine körperlichen Schäden davon tragen und was auch bedeutet, dass die ersten Tiere schon an einer geringeren Dosis sterben können.

Das Maß für die akute Giftigkeit (Toxizität) einer Substanz (z.B. eines Medikaments); üblicherweise in mg/kg Körpergewicht angegeben.

Toxische Wirkung von Substanzen zwischen verschiedenen Tierarten wie auch zwischen Tier und Mensch können z.T. stark variieren.

Die individuelle letale Dosis ist bei jedem Tier unterschiedlich. Gerade in diversen Gruppen hört man oft: Mein Hund frisst schon immer Trauben, Avocado oder what ever und ist nix passiert! Glückwunsch, dann liegt die individuelle letale Dosis deines Hundes höher wie bei anderen! Trotzdem sind solche Aussagen absolut fahrlässig! Ich kann nur jedem abraten solche Experimente zu machen, denn auch wenn ein Tier nicht von einem Stoff stirbt oder keine “offensichtlichen Probleme” hat, heißt dass noch lange nicht, dass durch diesen Stoff kein Schaden entstanden ist!

Text: Tierheilpraxis KräuterTierchen, Tina & Dominik Knopf

Quelle: Clinitox, Giftdatenbank, Seminarunterlagen Vergiftungen beim Hund von Tina & Dominik Knopf

Fotos: Lizenzfrei Pexels

 

 

Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis)

01.09.2017

Neotrombicula autumnalis, die Herbstgrasmilbe ist leider nicht nur, wie es ihr Name vermuten lässt im Herbst aktiv. Sie gehört den Spinnentieren, Unterkategorie Milben zur Familie der Laufmilben an. Die sechsbeinigen Larven der Milben fallen Hunde, Katzen, Nagetiere (v.a. Mäuse), bei Gelegenheit auch den Menschen (hier nennt man die Bisse Erntekrätze oder Trombidiose) und andere Säugetiere an. Aktiv sind die kleinen Tierchen ab ca. 10 Grad, hauptsächlich aber in den Sommermonaten, mit Hauptzeit Juli bis Oktober, je nach Witterung aber auch früher. Die Hauptaktivität liegt zwischen 25 -30 Grad. Der Lebensraum ist bevorzugt niedrige Vegetation wie auf Wiesen, Äcker, Waldränder oder in Gärten und sie sind mit dem bloßen Auge meistens nicht erkennbar. Das Vorkommen von Milben hängt hauptsächlich von der Feuchtigkeit und Temperatur des Bodens ab.  Die Milben werden 1-2 Millimeter groß und haben eine leicht gelbliche bis durchsichtige Färbung und 8 Beine (auch die Nymphen), die Larven sind ca. 0,3 Millimeter groß und orange und haben nur 6 Beine. Die Milben legen ihre Eier im Erdboden ab, wo sie ca. 4 Wochen später schlüpfen. Ist die Witterung sonnig und warm-feucht, warten sie auf Grashalmen, in 5-20 cm Höhe auf ihren Wirt (Vögel, Nagetiere, Hunde, Katzen, Menschen, Wildtiere), auf den sie dann überwechseln. Bevorzugte Bissstellen sind feucht-warme Gebiete mit dünner Haut. Hier ritzen sie mit ihren Maulwerkzeugen die Haut an und sondern ein spezielles Speichelsekret ab, welches das Hautzellgewebe auflöst und zusammen mit dem Speichel als Nahrung dient. Der Saugvorgang dauert mehrere Tage (bei Tieren) oder nur wenige Stunden (beim Menschen), nach ihrer Mahlzeit lassen sie sich vom Wirt abfallen, legen ein Stadium der Ruhe ein bevor sie viele Wochen später als Nymphen hervorgehen, die im Boden leben und sich auch dort ernähren. Wenige Tage später erfolgt wieder ein Ruhestadium, bevor sie dann innerhalb von 2 Wochen ein weiteres Entwicklungsstadium durchläuft. Am Ende dieses Stadiums steht die Häutung und Umwandlung in die adulte Milbe. Diese leben wie auch die Nymphen im Boden und sind nicht parasitär, heißt sie benötigen keinen Wirt, leben von Bodenlebewesen und Insekteneiern. Die indirekte Befruchtung erfolgt über der Erde. Die Eiablage erfolgt in die Erde.

Symptome:

Es treten oft nach kurzer Zeit spätestens jedoch mit abfallen der Larven Hautrötungen, juckende Quaddeln (rote Pünktchen) und Juckreiz auf. Die Beschwerden klingen in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab.  Viele Larven sammeln sich gerne in großer Menge an bestimmten Körperregionen wie zwischen den Zehen, am Bauch, an bzw. in den Ohren oder der Nase oder am Innenschenkel (bevorzugt in den Achseln) sammeln, dort kann eine Art rötliche Schorfkruste erkennbar sein. Durch den Juckreiz können sich Tiere an den Stellen vermehrt Lecken oder Beknabbern wodurch es zu Entzündungen kommen kann.

 

Nachweis:

Nachweisen kann man Herbstgrasmilben in dem man weises Papier auslegt, dieses zieht sie magisch an, damit kann man die Tierchen nachweisen.

Vorbeugung:

– Wiesen und Wege die für Herbstgrasmilben bekannt sind meiden.

– Gassigänge in der Hauptzeit der Milben (14.00 – 18.00 Uhr) vermeiden.

– Die zusätzliche Verwendung von Repellentien, wie zum Beispiel das Einreiben von Kokosöl oder die Verwendung von Spot Ons mit ätherischen Ölen (Nicht für Katzen! giftig, nicht für Epileptiker, Vorsicht bei Allergikern) wie zum Beispiel Neem Öl, kann dazu beitragen die Larven abzuhalten.

– Vitamin B Komplex zur Veränderung des Hautmillieus (gerne berate ich Sie entsprechend).

 

Erste Hilfe Maßnahmen:

– Nach dem Gassi feucht abwaschen.

– Gegen Juckreiz auf die Haut (es dürfen keine offenen Wunden vorliegen) mit verdünntem Apfelessig einsprühen oder mit KS einsprühen oder Calendula Tinktur auftragen

Gerne helfe ich Ihnen bei der Behandlung Ihres Lieblings oder stehe Ihnen für Fragen zur Verfügung.

 

Herzliche Grüße

Tierheilpraxis KräuterTierchen®

Tina Knopf

Text: ©Tina Knopf

Foto: Lizenzfrei via Pexels

 

 Gefahrenb im Spätsommer und Herbst

 

19.08.2017

Ich liebe den Spätsommer und Herbst in all seinen wunderschönen Farben und Nuancen. Nebel der morgens über die Wiesen zieht und sich langsam lichtet, wenn die Sonne ihre warmen Strahlen auf die Erde schickt, kühlere Temperaturen und endlich ist die Zeit der langen Spaziergänge wiedergekommen, ohne dass man Gefahr laufen muss einen Hitzschlag zu riskieren 😉.  Mit den Hunden durch die Wälder und Wiesen streifen und Pilze und Keschde (Esskastanien für die Nichtpfälzer 😉 ) sammeln, gehört zu meinen liebsten Spätsommer- und Herbstbeschäftigungen. Aber diese Jahreszeit birgt gerade auch für unsere Vierbeiner hohes Gefahrenpotential. Die folgenden Liste stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit.

 

Bucheckern

Hierbei handelt es sich um die dreikantigen Nüsse der Rotbuche. Diese sind in einer holzig-braunen mit weichen Stacheln versehenen Fruchthülse. Die Nüsse enthalten Fagin was bei Aufnahme einer großen Menge von Bucheckern zu leichten Vergiftungserscheinungen mit Bauchschmerzen und Erbrechen führen kann. Des Weiteren enthalten die Bucheckern Saponine, Alkaloide und Oxalsäure.

 

Kermesbeere (Phytolacca)

Die ca. 2m hohe Pflanze mit den wunderschönen dunkelroten bis fast schwarzen beerenförmigen Sammelfrüchten, deren Beeren so langsam beginnen zu reifen, ist eigentlich in Amerika beheimatet. Als giftig gilt die komplette Pflanze hauptsächlich aber die Samen und die Wurzel, welche Triterpensaponine enthalten, weitere Inhaltsstoffe sind Saponine, Mineralstoffe, Phytolaccatoxin, Bitterstoffe, Lektine und Farbstoffe. Die Kermesbeere wird aber auch in homöopathischer Form in der alternativen Heilkunde eingesetzt. Früher war sie ein beliebtes Mittel zum Färben von Wein oder Süßigkeiten. Ein Auszug aus den Blättern in der Nähe von Nutzpflanzen die gefährdet von Schnecken sind ausgegossen, soll gegen die Schnecken Abhilfe schaffen.

 

Pilze

Bei Wald- und Wiesenpilzen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Wirkungen. Die Informationen die in Erkennungs- oder Sammelbüchern stehen und für den Menschen gedacht sind, sind NICHT auf den Hund übertragbar! Die Amerikanische Vergiftungskontrollzentrale für Tiere (ASPCA) rät aus diesem Grund dringend von der Fütterung von Wiesen- und Waldpilzen ab. Kulturpilze die es im Handel zu kaufen gibt wie Shiitake oder Champignons können an Hunde zwar verfüttert werden, sind aber schwer verdaulich. Wer Vitalpilze gerne für sein Tier nutzen möchte, kann diese in Form von Kapseln oder Pulver einsetzen, gerne berate ich Sie als Mykotherapeutin für Tiere, Tierheilpraktikerin und BARF Beraterin.

 

Rosskastanie

Wer kennt sie nicht, die schönen braun-glänzenden Rosskastanien (Samen) mit der stacheligen grünen Hülle, die man schon als Kind im Kindergarten zum Basteln verwendet hat und die auch in der Heilkunde in Form von Salben und Badezusätzen u.a. bei Rheuma eingesetzt wird. Die Samen braun, glänzend mit hellem, matten Fleck werden im September/Oktober reif. Giftig sind alle Pflanzenzteile v.a. die Samen, wenn Tiere diese aufnehmen. Beim Hund reichen schon 1-2 Samen aus. Es kann von leichten Magen-Darm-Reizungen bis hin zu neurologischen Ausfällen und Nierenversagen bis hin zum Tod führen.

Unreife Walnüsse

Unreife Walnüsse (speziell die grüne Schale) sind äußerst gefährlich. Sie sind häufig mit einem (für uns nicht sichtbaren) Schimmelpilz der Gattung Penicillium roqueforti befallen, welcher ein Strychnin ähnlichen Wirkstoff das Schimmelpilztoxin Roquefortin C bildet. Wird die Schale gefressen kann es zu allergischen Reaktionen, epileptischen Anfällen, Tremor, tonisch-klonische Krämpfe sowie Vomitus und ggf. neurologischen Ausfällen kommen. Bei Aufnahme größerer Mengen der grünen Schale kann es durch die enthaltene Gerbsäure zu Magen-Darm-Reizungen kommen. Die Toxikologie beim Hund wird bisher nur vermutet, es ist derzeit noch kein Fall dokumentiert. Roquefortin C wird in der Käseherstellung zur Herstellung von Blauschimmelkäse genutzt, weshalb von einer Fütterung von Blauschimmelkäse ebenfalls abzuraten ist.

 

Weintrauben

Gerade in den Weinanbaugebieten wie bei uns in der schönen Pfalz, vergiften sich Jahr für Jahr Hunde bei der Aufnahme von Trauben. Der Wirkstoff, welcher die Vergiftung verursacht und ob dieser sich im Fruchtfleisch oder in den Kernen befindet wurde immer noch nicht herausgefunden. Die Symptome einer Vergiftung mit reichen von Erbrechen, Lethargie, Abdominalschmerzen bis hin zu akuten Nierenversagen durch Kalziumüberschuss bis hin zum Tod.

 

Weitere Gefahren bestehen bei Verschlucken von Früchten hier kann es schlimmsten Falls zum Darmverschluss kommen (welcher wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird, zum Tod führt). Auch das Verschlucken scharkantiger oder splitternder Äste kann zu Verletzungen in der Speiseröhre und des Verdauungstraktes führen. Bei Welpen die noch zarte, weiche Ballen haben kann es beim Auftreten auf die Früchte der Rosskastanie oder der Esskastanie (also durch die stacheligen Hüllen) zu schmerzhaften Verletzungen am Ballen und den Zehenzwischenräumen kommen. Auch adulte Tiere finden Wege die überquellen von stacheligen Schalen nicht gerade der Hit, es gibt bei uns in der wunderschönen Pfalz jedoch genug Wege bei denen man Keschde sammeln kann, ohne das der Hund ständig in die Stacheln der Kastanien tritt.

Wer mehr über Gifte und Vergiftungen beim Hund wissen möchte, kann uns gerne ansprechen, wir haben uns mit unseren Seminaren auf Vergiftungen beim Hund spezialisiert und führen dieses gerne auch in eurer Hundeschule oder Hundeverein durch.

Wir wünschen euch einen schönen Spätsommer und einen tollen Start in einen hoffentlich goldenen Herbst mit viel Sonnenschein und hoffen ihr genießt diese Zeit genauso sehr wie wir.

 

Text: ©Tina & Dominik Knopf

Foto: Lizenzfrei via Pexels

Quellen: http://www.vetpharm.uzh.ch/clinitox/,

https://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/tiere.html

 

 

Eis für Hunde

21.07.2017

 

Wasserrute

27.06.2017

Betroffen sind fast nur Hunde mit denen intensiv gearbeitet wird (gerade jagdlich geführte Hunde) und natürlich Hunde die gerne schwimmen. Beim Schwimmen wird die Rute unter Wasser sozusagen als Steuerrad benutzt, wird sie hierbei zu kalt, führt dies zu einer starken Verspannung der Muskulatur im Schwanz und zu starken Schmerzen wobei auch das Anheben der Rute sehr schmerzhaft ist. Die Rute hängt schlapp herunter. Die Wasserrute tritt oftmals eher in der kühleren Jahreszeit auf, kann aber auch beim Schwimmen der Hunde im Meer kommen oder bei exzessiven Badeexzessen im Sommer auftreten. In der Regel verschwinden die Symptome nach 2-3 Tagen von alleine, allerdings sollte aufgrund der großen Schmerzen, die die Wasserrute verursacht sowie der Entzündung unbedingt und auf jeden Fall immer ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu behandeln. Oftmals haben die Tiere auch starke Schmerzen beim Absetzen von Kot. Durch die starken Schmerzen, können die Hunde auch zu Aggressivität neigen. Beobachtet wurde die Wasserrute häufiger bei Rüden, wie bei Hündinnen und meist eher zwischen dem 2 – 4 Lebensjahr.

Die Wasserrute ist leider nicht erforscht, vermutet und diskutiert werden bisher etliche Thesen, u.a.:

• Eine metabolische Veränderung in der Schwanzwurzelmuskulatur, die nicht nur zu Entzündungen, starken Schmerzen sondern auch zu Krämpfen führt.
• Stauchung der Schwanzwirbel
• Entzündung zwischen den Schwanzwirbeln
• Muskelentzündung in der Rute, Muskelfaserrisse bzw. andersweitige phyiskalische Schäden am Schwanzmuskel

Hinweise auf Wasserrute köennen sein: Erhöhte Creatinase im Blut sowie die Aktivitäten der vergangen Tage, ggfs. leichte Schwellung der Schwanzmuskulatur an der Rutenunterseite, Schmerzlokalisierung im Übergang letzter Kreuzwirbel zu Schwanzwirbel.

Foto: Lizenzfrei via Pexels

Behandlung über TA, THP sowie ergänzend TP:

• Entzündungshemmer über Tierarzt oder pflanzliche Entzündungshemmer über THP
• Schmerzmittel bei Bedarf über Tierarzt oder pflanzliches Schmerzmittel über THP
• Physiotherapie
• Kräuterheilkunde
• Akupunktur
• Neuraltherapie
• uvm. Therapien die hier jetzt nicht weiter aufgeführt werden.

Wie kann ich als Besitzer unterstützen?

• Wenn der Hund wärme zu lässt: Heiße Rolle, warme Wickel oder Infrarotlampe
• Schonung und Ruhe

Prävention:

• Warm up bzw eine optimale Trainingsvorbereitung. Das bedeutet auch keine Überforderung des Tieres!
• Genügend Erholungsphasen für den Hund.
• Bei kaltem oder feuchten Wetter, bitte den Hund gut abtrocknen, damit er nicht auskühlt.
• Bitte überhitzte Hunde immer langsam im Wasser abkühlen lassen,
• auch bei Hundepatienten mit Herzproblemen sollte hier ein besonderes Augenmerk auf eine angemessene Temperaturanpassung gelegt werden.

Bei einigen Rassen liegt eine Rassedisposition vor, hierzu gehört zum Beispiel der Labrador, Golden Retriever und Flatcoated Retriever aber auch Hunde die viel (jadgdlich) arbeiten wie Setter, Pointer, Beagle & Co. tritt die Wasserrute auch ganz gerne einmal ohne Wasserkontakt auf.

Text: Tierheilpraxis KräuterTierchen

 

Hundefreundliche Gartenarbeit
Teil 1 – Schnecken02.06.2017
Vielleicht geht es euch genauso, der Frühling ruft und die Lust am Säen, Gärtnern und Ernten steigt. Gartenarbeit macht Spaß, entspannt und beruhigt und als Belohnung gibt es noch jede Menge zu Naschen.Auch viele Barfer, nehmen gerne das selbstgezogene Gemüse mit in den Speiseplan auf, aber im Garten locken auch viele Gefahren für unsere Vierbeiner.Blaukorn, Schneckenkorn, Hornspäne (enthalten oft Rizin), Chemikalien und Spritzmittel aber auch natürliche Biodünger (enthalten oft Rizin, Rizin ist eines der stärksten Gifte überhaupt und sollte nicht in Haushalten mit Kindern und Haustieren zum Einsatz kommen) kommen gerne bei dem ein oder anderem Hobbygärtner zum Einsatz. Aber gerade hier gibt es zahlreiche Gefahrenquellen für unsere lieben Vierbeinern, dabei geht es auch ganz ohne Gefahrenquellen, mit der Kraft von Pflanzen, Homöopathie oder einfachen Hausmitteln.
Schnecken
Des Gärtners Leid, wer ärgert sich nicht, wenn seine mühsam aufgezogenen Gemüsepflanzen von den glibbrigen Tierchen verspeist werden. Schneckenkorn enthält oftmals Metaldehyd was sowohl für Kinder wie auch für unsere Hunde (und andere Säugetiere) hochgiftig ist und deshalb im Haushalt mit Kindern oder Haustieren nicht zum Einsatz kommen sollte! Es handelt sich hierbei um ein schnell wirkendes für Hunde tödliches Gift, das meist zum Tod führt. Wie es wirkt, welche Symptome es hervorruft und wie man richtig handelt, erfahrt ihr bei unseren Vergiftungsseminaren.Aber was kann man denn nun gegen Schnecken tun? Schauen wir uns mal die unterschiedlichen Möglichkeiten an:
PflanzenSchnecken lieben bestimmte Gemüsesorten, Kräuter und Pflanzen, es gibt aber auch etliche Sorten, die sie absolut nicht mögen und meiden. Diese Pflanzen kann man wie ein Schutzstreifen um die Beete pflanzen um die leidlichen Tiere abzuhalten. Thymian klein geschnitten um Salate gelegt, hält Schnecken übrigens auch wirkungsvoll ab.Zu den Pflanzen, die Schnecken absolut nicht leiden können und für Hunde bei niedriger Dosierung keine Probleme verursachen, gehören:• Rosmarin
• Thymian
• Gartenkresse
• Lavendel
• Knoblauch
• Salbei
• GräserÄtherische ÖleÄtherische Öle wie Salbei oder Lavendel können verdünnt auf gefährdete Pflanzen gesprüht werden (ca. 5-10 Tropfen je Liter Wasser), nach Regen muss die Pflanze neu eingesprüht werden.Pflanzenauszüge und JauchenAuszügeAus Lavendel, Salbei, Johannisbeeren und Thymian lässt sich wunderbar ein Pflanzenauszug herstellen, der Schnecken abhält. Hierzu ist es allerdings notwendig, Gemüse und bedrohte Pflanzen immer wieder mit den Auszügen regelmäßig einzusprühen (nicht wenn die Sonne extrem scheint und auch nicht wenn die Pflanzen komplett ausgetrocknet und nicht gegossen worden sind).Anleitung:1 Kilo frische kleingeschnittene Blätter (zum Beispiel Lavendel, Thymian und Salbei) mit 10 Litern Wasser übergießen und nach 5-10 Stunden ab sieben. Damit Pflanzen immer wieder besprühen.JauchenFür Jauchen gegen Schnecken kann man zum Beispiel Tomatenblätter (wenn man eh ausgeizt) verwenden.Anleitung:1 Kilo frische kleingeschnittene Blätter mit 10 Litern Regenwasser übergießen in eine Tonne mit Deckel und drei Wochen ziehen lassen, wobei täglich umgerührt wird. Wenn sich keine Blubberbläschen mehr bilden ist die Jauche fertig. Achtung Jauche muss immer verdünnt werden! In diesem Fall Jauche 1:10 Wasser. Auch hier hält die Wirkung nicht lange und sollte immer wieder wiederholt werden.

Kaffeesatz

Getrockneter Kaffeesatz um die Pflanzen streuen, ist mit eines der besten Mittel um die Schnecken von den Pflanzen fern zu halten. Bitte bedenkt aber, dass dies nur wirkt so lange es nicht regnet. Katzen mögen Kaffeesatz übrigens auch nicht wirklich 😉.

Zimt

Zimt ist ein wundervolles Helferlein für Pflanzen. Er hilft nicht nur bei Verletzungen von Pflanzen, zur Pilzvorbeugung/Pilzbefall und Ameisen, sondern soll wohl auch gegen Schnecken helfen. Man kann Zimt gut mit getrockneten Kaffeesatz mischen und auf die Beete streuen. Bei besonders gefährdeten Pflanzen den Zimt einfach über die Pflanze streuen und nach jedem Regen wiederholen.

Moosextrakt

Damit werden Pflanzen besprüht, welche dann von den Schnecken vermieden werden. Bitte kein Moos aus dem Wald verwenden, da einige Moose unter Naturschutz stehen. Moosextrakt bekommt man im Handel.

Helix Tosta

Ein dynamisiertes Mittel von Homeoplant harmonisiert die Pflanzen und soll wohl bei regelmäßiger Anwendung ganz gut vor Schnecken schützen.

Fressfeinde

Den Garten für die Fressfeinde der Schnecke natürlich und tiergerecht gestalten. Hierzu gehören zum Beispiel Igel, Blindschleichen, Kröten, Spitzmäuse sowie einige Vogelarten zum Beispiel Elster, Starre und Amsel. Gestalten Sie Ihren Garten deshalb Igel, Vogel und Kröten freundlich, die Tiere werden es Ihnen danken, in dem sie Ihnen bei der Schneckenvernichtung helfen. Igel freuen sich über Laubhaufen, Hohlräume in Holzstapeln oder dichten Hecken, die sie als Unterschlupf wählen. Im Internet findet Ihr jede Menge Tipps zur naturnahen, tierfreundlichen Gartengestaltung.

Laufenten

Wer indische Laufenten im Garten hat, wird keine Probleme mit Schnecken haben, denn Schnecken sind die Hauptspeise der Laufenten. Auch Hühner helfen bei Schneckenproblemen, sie fressen gerne die Gelege der Schnecken. Bevor ihr euch Laufenten anschafft, erkundigt euch bitte vorher genau über die Bedürfnisse, die artgerechte Haltung und ob eine solche Haltung in eurem Wohngebiet erlaubt ist.

Tigerschnegel

Die Tigerschnegel fressen abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere und die Gelege der Wegschnecken und sollen diese auch manchmal angreifen. Tigerschnegel kann man sogar im Fachhandel beziehen. Wer sie im Garten hat, kann sich glücklich schätzen.

Schneckenzaun

Hilft durch die spezielle Form zuverlässig, ist aber auch leider teuer. Man die Zäune aber auch selbst bauen. Dies kann man mit einem 30cm hohen Band aus Blech oder Plastik. Man biegt den oberen Teil komplett 3-5 cm nach außen und lässt es etwa 10cm tief in den Boden um die Beete ein, 20 cm bleiben über der Erde stehen.

Absammeln

Ist zwar tägliche Arbeit aber so wird man die Schnecken los. Bitte kein Salz oder Essig über die Tiere geben, das ist einfach nur barbarisch und nicht tiergerecht, auch mit heißem Wasser überbrühen oder durchschneiden empfinde ich als grausam. Meine Empfehlung: Alle in einem Eimer und weit weg im Wald in die Freiheit entlassen.

Hauben

Hier kann man entweder abgeschnittene PET Flaschen verwenden die man über Jungpflanzen stülpt (oben Verschluss abmachen, damit Luft an die Pflanze kommt) oder Salathauben verwenden, so wird Schnecken der Zutritt zu empfindlichen Jungpflanzen verwehrt.

Gelege aufspüren

Im Spätsommer und Herbst legen Schnecken ihre Eier bevorzugt unter Regentonnen, Pflanzenkübeln, in Ritzen und Spalten im Gemäuer oder Boden, unter Steinen oder in Erdlöchern ab. Eine Schnecke legt um die 400 Eier! Es lohnt sich diese entweder in der Mülltonne zu entsorgen oder einfach freizulegen, da sie dadurch von Fressfeinden (zum Beispiel Insekten und Vögel) gefressen werden oder einfach an der Sonne vertrocknen.

Rindenmulch / Stroh / Rasenschnitt oder Sägespäne

Barrieren aus den oben genannten Lagen sollen Schnecken abhalten an die Pflanzen zu gehen, da sie pieckende Untergründe nicht mögen. In der Praxis halten sich die Glibberviecher nicht wirklich an die Barrieren, ein Regen und schon ist die Naturbarriere dahin.

Bierfalle
Ist hilfreich, wenn man die Schnecken aus der ganzen Umgebung anziehen möchte und somit nicht wirklich praktisch 😉.

Wir hoffen euch hat unser kleiner Ausflug in die biologische, für Haustiere gefahrenfreie Gartenwelt gefallen und würden uns über Kommentare und Likes sehr freuen. Der Artikel darf natürlich gerne teilt werden.

Euer KräuterTierchen Team
Tina & Dominik

Text: © Tierheilpraxis KräuterTierchen, Tina Knopf

Foto: Lizenzfrei via Pexels

 

Tipp für Katzenbesitzer

29.05.2017

Wie verabreiche ich meiner Katze am besten Kräuter und Medikamente?

Bestimmt kennst du die Situation, deine Katze oder dein Kater soll Medikamente oder Kräuter einnehmen, will aber partout nichts nehmen? Futter in dem Kräuter oder Medikamente enthalten sind, werden stehen gelassen. Hier könnte dir das natürliche Reinigungsbedürfnis der Katze helfen. Nehme die Kräuter die einzugeben sind, vermischen diese mit etwas Gänseschmalz oder Dosenfutter und reibe diese an eine gut für die Katze erreichbare Stelle ganz fest ins Fell. Auch Tinkturen oder Dilutionen können so gut verabreicht werden.

Viel Erfolg

Liebe Grüße
Tierheilpraxis KräuterTierchen
Tina

Text: © Tierheilpraxis KräuterTierchen, Tina Knopf

Zecken (Teil 1)

17.03.2017

Leider kommt jedes Jahr wieder die Zeckenzeit. Die Plagegeister sind nicht nur nervige Blutsauger sondern leider auch Krankheitsüberträger. Es gibt unterschiedliche Arten von Zecken, die unsere Vierbeiner, sei es nun Hund, Katze oder Pferd befallen. Schauen wir uns die Zeckenarten mal genauer an. Zecken gehören zu den sogenannten Spinnentieren (genauer eigentlich zu den Milben), was man schon an den 8 Beinen erkennen kann. Sie ist perfekt an die Umwelt angepasst und ein Parasit, welcher sich vom Blut von Wirbeltieren ernährt und in extremen Fällen sogar über 10 Tage Blut an seinem Opfer saugen kann. Zecken besitzen keine Nase aber ein sogenanntes Hallersches Riechorgan, welches sich am vordersten Beinpaar befindet. Bekannt ist, dass sie wohl, mit dem Hallerschen Riechorgan Schweiß oder auch andere Geruchsstoffe von Säugetieren wahrnehmen können. Streift ein Säugetier nun Pflanzen an denen sich Zecken befinden, geht die Zecke mit ihren Beinen relativ schnell auf das Opfer über und krabbelt unter das Fell. Anders wie es häufig heißt, beißt die Zecke nicht, sondern sie sticht. Dafür hat die Zecke scherenähnliche Beißwerkzeuge (Cheliceren) zur Verfügung, welche die Haut ihres Opfers aufschneiden und ein Sekret absondern, welche die Blutgerinnung verhindert. Mit dem Strechrüssel öffnet sie Blutgefäße und saugt daraus das Blut. Oftmals kommt es Lokal zu Juckreiz an der Einstichstelle. Erwachsene weibliche Zecken können ihr Gewicht mit dem Saugvorgang um bis zu das 120fache oder mehr erhöhen. Beim Saugvorgang filtert die Zecke Nährstoffe aus dem Blut und gibt ungenutzte Flüssigkeit wieder zurück, wodurch Krankheitserreger die sich ggf. in der Zecke befinden übertragen werden. Nach Nahrungsaufnahme fällt die Zecke vom Wirt ab. Viele der Krankheitsüberträger benötigen 12-24 Stunden, bis sie übertragen werden, weshalb ein schnelles entfernen (besser noch ein Absammeln der Zecken, vor dem Stich), damit Krankheiten erst gar nicht übertragen werden können. Eine Vorsorge ist deshalb enorm wichtig (mehr dazu in Teil 2). Zecken stechen Tiere meist da wo sie sind, weshalb sie häufig im Gesicht, Hals, hinter den Ohren, am Kopf, den Vorderbeinen, Hinterbeinen und der Brust der Tiere zu finden sind (aber auch oft am Rumpf des Tieres).

Welche unterschiedlichen Zeckenarten gibt es?

Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist die in Deutschland am häufigsten vorkommente Zeckenart, welche von April bis November aktiv ist und gehört zur Familie der Schildzecken und befällt meist Menschen und Hunde. Der Holzbock kann Borreliose und FSME übertragen.

Die Auwaldzecke, welche hauptsächlich Hunde und Pferde überfällt und können die sogenannte Hundemalaria (Babesien) übertragen. Sie ist meist von Februar bis Mai und August bis Winterbeginn aktiv.

Die braune Hundezecke überträgt Babesien und die Ehrlichose sowie Hepatozoonose und Anaplasmose. Sie ist in den Sommermonaten aktiv und eigentlich in Afrika und Südeuropa heimisch, allerdings kommt sie auch schon hin und wieder (hauptsächlich als unerwünschtes Mitbringsel aus dem Urlaub) in Deutschland vor und fühlt sich da besonders in beheizten Räumen wohl.

Des Weiteren gibt es noch die Igelzecke, die Hyalommazecke, die Taubenzecke und die Frühjahrswaldzecke, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehen werde.

Mehr Informationen erhaltet Ihr demnächst mit Artikel Zecken Teil 2.

Text: ©Tierheilpraxis KräuterTierchen, Dominik Knopf

Zecken Teil 2

31.03.2017

Der nachfolgende Text dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt nicht den Gang zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker und stellt keine Anleitung zur Selbstbehandlung dar.

Was tun um unsere Tiere vor Zecken zu schützen?

Der beste Schutz ist ein intensives absuchen des Hundes nach dem Spaziergang, (bei Katzen nach dem Freigang, beim Pferd nach dem Ausritt im Wald bzw. Weidegang) und absammeln der Zecken (bitte sucht euch auch selbst nach Zecken ab). Eine Hilfe kann hier ggf. auch eine Fusselrolle sein, an der die Zecken kleben bleiben (nicht so gut für langhaarige Tiere geeignet) oder ein Flohkamm. Auch das meiden von extrem Zeckenbefallenen Wäldern kann hilfreich sein.

Generell kommt es auch auf die Anziehungskraft an, habe ich einen Hund, der im Monat nur 2-3 Zecken hat, kann man es gut auf alternativem Weg probieren, habe ich ein Tier, das ein wahrer Zeckenmagnet ist und 20-30 Zecken am Tag nach Hause bringt, sollte man die Risiken der Erregerinfektion mit den Risiken von schulmedizinischen Mitteln abwägen. Hier gibt es schulmedizinisch Spot ons oder Halsbänder für die äußerliche Anwendung die Zecken mittels Nervengiften und/oder Insektiziden abhalten sollen oder die Zecke beim Stechen (Achtung auch hier besteht Infektionsgefahr siehe Beipackzettel Hersteller) absterben. Sogenannte Tabletten welche Insektitizide enthalten wie Fluraner oder andere Inhaltsstoffe enthalten würde ich meinen Tieren nie geben, die Gifte lagern sich monatelang im Fettgewebe und den Organen ab und verfügen noch nicht einmal über eine repellierende Wirkung (siehe diverse Beipackzettel im Internet), dh. trotz der Tablette wird der Hund von Zecken gestochen und können somit Krankheiten übertragen. Ihr Tierarzt berät sie sicherlich gerne zu Spot ons und Zeckenhalsbändern. Bitte informiere Dich vorher genau über den Beipackzettel und das Internet, welche Risiken und Nebenwirkungen die Mittel haben, bevor Du es Deinem Tier verabreichst (dies gilt ebenso für natürliche Mittel, denn auch diese können ggf. heftige Nebenwirkungen haben), auch Facebook bietet hier gute Informationsmöglichkeiten an (zum Beispiel die Gruppe: https://www.facebook.com/groups/898710596922480/?fref=ts).

Ein gutes Immunsystem und eine gesunde Darmflora können helfen, Zecken zu minimieren.

Welche Möglichkeiten gibt es aus der Naturheilkunde Zecken abzuhalten und welches wirkt am besten? Am besten gibt es weder bei der Schulmedizin noch in der Naturheilkunde, denn was beim einen hilft, muss beim anderen noch lange nicht wirken und so muss man als Besitzer selbst testen, was für sein Tier passt, oftmals ändert sich das auch von Jahr zu Jahr. Anbei mal einige Beispiele was Tierhalter gerne an natürlichen Dingen einsetzen (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Ätherische Öle (nicht bei Katzen, toxisch!)

Teebaum-, Neemöl, Geraniol-, Rosmarin, Rosenholz, Thymian, Zedern oder Lavendöl (und andere Öle) in Form von Mischungen im Nacken und an der Rute aufgetragen, sollen
Zeckenabwehrende Eigenschaften aufweisen. Achtung auch Hunde können empfindlich auf ätherische Öle reagieren (ggf. Juckreiz, Hotspot etc.). Es gibt mittlerweile diverse Produkte (natürliche Spot ons wie zum Beispiel Amigard) die eine Mischung aus ätherischen Ölen enthalten auf dem Markt.

Biologische Sprays (nicht bei Katzen, toxisch!)

Enthält natürliche Insektizide wie zum Beispiel Pyrethrum, welche gegen Zecken, Flöhe und Milben eingesetzt werden.

Vitamin B Komplex

Soll den Geruch der Haut verändern und dadurch eine abwehrende Wirkung erzielen. Hier kann zum Beispiel Bierhefe welche Vitamin B enthält und von Hundehaltern auch gerne beim Fellwechsel eingesetzt wird. Allergiker sollten jedoch aufpassen, da diese Bierhefe oftmals nicht vertragen. Bei sensiblen Tieren kann es auch zu Magen-Darmproblemen kommen.

Zistrose

Seit 2016 wird auch vermehrt Zistrose zur Zeckenabwehr empfohlen. Sie hat entzündungshemmende, antivirale, antioxidative und immunstärkende Eigenschaften. Die Zistrose wird hierbei innerlich eingenommen.

Kokosöl

Vor jedem Gassigang den Hund mit Kokosöl einreiben, soll Zeckenstiche verhindern bzw. verringern. Hier kommt es auf den Gehalt der Laurinsäure an, wichtig ist auch ein gutes kaltgepresstes Bio Kokosöl zu verwenden.

Ketten aus Bernstein

Die Ketten müssen aus Rohbernstein sein, diese sollen bei dauernden Tragen am Tier, eine Reibung erzeugen und durch diese Reibung und den Harzgeruch Zecken abhalten.

Homöopathie

Hier wird im Netz oftmals empfohlen ein Mittel in einer Hochpotenz vorsorglich zur Zeckenabwehr zu geben. Dazu sage ich nur, dass die Homöopathie so nicht funktioniert und man ohne Indikation Gefahr läuft in das jeweilige Arzneimittelbild abzurutschen.

Schwarzkümmelöl

Wurde durch das Projekt von Jugend forscht gegen Zecken berühmt. Der Versuch zeigte das Zecken in einem Behälter Flächen mit Schwarzkümmelöl vermieden haben. Im Netz wird es zur innerlichen Einnahme gegen Zecken empfohlen, obwohl der Versuch nicht innerlich sondern nur äußerlich erfolgreich war. Zur innerlichen Einnahme liegen keine Forschungsergebnisse vor. Wenn dann sollte man es nur äußerlich in kleinen Mengen (Tröpfchenweise) anwenden. Des Weiteren kann Schwarzkümmelöl unter Umständen Lebertoxisch wirken und sollte keinesfalls in großen Mengen (und dies kann unter Umständen je nach Hund schon bei einem Teelöffel beginnen!) sondern wenn nur Tropfenweise innerlich und niemals dauerhaft oder täglich eingenommen werden. Ich persönlich rate von Schwarzkümmelöl ab. Auch sollte Schwarzkümmelöl nicht an Tiere die mit der Leber Probleme haben bzw. Lebererkrankungen vorliegen, gegeben werden.

In wie weit, welches Mittel Erfolg verspricht, muss jeder für sich ausprobieren, bei dem einen funktioniert es, beim anderen leider nicht.
Zecken richtig entfernen

Wichtig ist die Zecken schnellst möglichst und richtig zu entfernen. Am leichtesten funktioniert dies mit den sogenannten Zeckenhaken oder anderen Zeckenentfernern. Bitte verzichtet darauf Alkohol, Öl, Nagellackentferner oder sonstige Mittel auf die Zecke zu geben! Greife die Zecke möglichst direkt an der Haut, damit wird ein Zerdrücken bzw. Quetschen der Zecke verhindert, durch die sie eventuell infizierte Körperflüssigkeiten abgibt. Zieht dann die Zecke kontrolliert und hautnah aus der Haut. Sollten Teile der Zecke stecken bleiben, keine Panik, oftmals handelt es sich hierbei nur um ein Teil des Stechwerkzeuges, welcher vom Körper nach ein paar Tagen selbst abgestoßen wird. Nach Entfernung der Zecke, kann die Stelle mit Alkohol, Kardetinktur oder einem anderem Wunddesinfektionsmittel abgerieben werden.

Sollte die Stelle entzündet sein, gehe bitte zu deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

Artikel fertig? Nein, demnächst erwartet euch Zecken Teil 3.

Text: © Tierheilpraxis KräuterTierchen, Dominik Knopf

FIV – Feline Immunodeficiency Virus: KatzenaidsWird ausgelöst durch Retrovieren die zu den Lentiviren gehören. Die Übertragung geschieht häufig durch Bissverletzungen, wobei andere Sozialkontakte eine Ansteckung nicht ausschließen. Auch Kitten können schon während der Geburt oder durch Säugung angesteckt werden. Katzen mit FIV können jahrelang symptomfrei sein. Mit Beginn der Immuninsuffizienz und sinkenden Abwehrkräften steigt das Risiko für Sekundärinfektionen, welche für die meisten Symptome verantwortlich sind und oft auch zum Tod führen können. Infizierte Katzen stellen eine Gefahr für andere Katzen dar.

Symptome:

• zu Beginn geschwollene Lymphknoten
• Fieber (auch Dauerfieber) häufig mit niedrigen Leukozyten im Blut
• schlechtes Fell
• Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme
• Zahnfleischentzündungen und Entzündungen der Maulhöhle
• wiederkehrende oder chronische Hautentzündungen, Blasenentzündungen
• wiederkehrende oder chronische Entzündung der oberen Atemwege

Diagnosestellung über Blutbild, Anamnese und der Symptomatik. Ein positiver Antikörpertest bestätigt, dass die Katze infiziert ist. Das Laborergebnis sollte nach 12-16 Wochen mit einem anderen Labortest wiederholt werden um falsch-positive Ergebnisse vorzubeugen. Kitten sollten mit 7-8 Monaten nachgetestet werden, da es in den ersten 16 Lebenswochen durch falsch positive Ergebnisse kommen kann.

Therapie

Es gibt keine Medikamente die den Virus vernichten. Weshalb die Vorbeugung von Sekundärinfektionen und Stärkung des Immunsystems im Vordergrund stehen. Halten Sie Ihre Katze in Einzelhaltung ohne Freigang, um die Ansteckungsgefahr für gesunde Katzen zu verhindern. Sekundärinfektionen werden meist vom Tierarzt behandelt, können aber sehr naturheilkundlich unterstützt und begleitet werden. Gerne unterstütze wir Sie dabei!

Text: ©Dominik Knopf

 

Mauke10.02.2017Die Mauke ist ein krustemes Ekzem in der Fesselbeuge. Es handelt sich hierbei nicht um ein klares Krankheitsbild. Die Mauke kann verschiedene Ursachen haben. Sie erkennen Mauke, wenn in der Fesselbeuge das Fell ausfällt und sich rote Stellen bilden. Im 2. Schritt bilden sich schorfige, harte Krusten, die allerdings nicht nach einigen Tagen abfallen sondern immer härter und dicker werden, während sich die Entzündung unter der Haut immer weiter ausbreitet, wodurch eine Schwellung im betroffenen Bein entsteht welches auch stark erwärmt ist, dadurch entstehen Lahmheit und Schmerzen. Hierbei besteht die Gefahr einer Blutvergiftung, welche für das Pferd tödlich enden kann. Pferde mit starkem Fellbehang neigen besonders zur Mauke. Ursachen können sein: Pilzinfektionen, Vitaminmangel, Milben, ständige Feuchtigkeit / schlammige Koppeln, Allergien, Stress, verdreckte Stellen, schlechte Haltung und Pflege sowie Stiche und Bisse. Wenn Sie die Ursache gefunden haben, versuchen Sie diese zu meiden (gründliche Boxenreinigung, Weidengang nur auf trockene Weiden, Pflege des Pferdes etc.). Bei langem Behang an der Fesselbeuge, scheren Sie das Fell weg. Waschen Sie Dreck und andere Verunreinigungen gründlich von den Fesselbeugen ab und trocknen sie diese komplett trocken. Entfernen Sie täglich vorsichtig und sanft die Krusten, wenn diese klebrig oder körnig sind. Gesunden Schorf glatt braun/rötlich sollten Sie zwecks Wundheilung lassen.

Blutegeltherapie
Die Blutegel stellen eine schöne Möglichkeit zur Therapie von allergischen Reaktionen mit Ekzemen oder Mauke dar, die ich gerne und oft in meiner mobilen Praxis zum Einsatz bringe.

Kräuterheilkunde
Die Kräuterheilkunde bietet uns vielfältige Möglichkeiten und Einsatzgebiete, sie ist so alt wie die Menschheit selbst und oftmals können wir Wildtiere beobachten die sich instinktiv die richtigen Heilpflanzen aussuchen und verzehren um sich selbst zu helfen. Heilkräuter helfen dem Organismus die Selbstheilungskräfte wieder herzustellen und das Immunsystem zu regulieren. Es gibt viele Pflanzen die sowohl in der Schulmedizin wie auch in der Naturheilkunde zum Einsatz kommen können.

Sprechen Sie uns an, gerne unterstütze wir Sie, bei der Behandlung Ihres Pferdes!

Text: ©Dominik Knopf

Schock

30.12.2016

Bitte gehen Sie umgehend zu Ihrem Tierarzt! Der Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand, mit einer starken, lebensbedrohlichen Störung des Blutkreislaufsystems. Es befindet sich zu wenig Flüssigkeit im Blut, wodurch die Störung auch bis in die kleinsten Kapillare geht, dadurch kann es zu einer Unterversorgung von Sauerstoff der inneren Organe kommen.

Oftmals wird der lebensbedrohliche Zustand eines Schockes durch nicht erkennbare Verletzungen unterschätzt.
Ursachen eines Schockes können sein:

• Unfälle mit hohem Blutverlust
• Insektenstiche und Schlangenbisse (z.B. Kreuz- und Wiesenotter) mit allergischer Reaktion (anaphylaktischer Schock)
• Verbrennungen und Hitzschlag / Sonnenstich
• Vergiftungen
• Magendrehung
• Beissereien, traumatische Misshandlungen (z.B. Schläge die zu innerlichen Blutungen führen)
Nachstehende Symptome können auf einen Schockzustand hinweisen:
• Schwäche
• Tier wirkt apathisch bis hin zur Bewusstlosigkeit
• taumelnder Gang oder unsichere Bewegungen bis zum Zusammenbruch
• zittern
• Schleimhäute sind blass, Pfoten, Ohren und das Ende des Schwanzes können kühl sein
• Verzögerte Kapillare Füllzeit (siehe dort)
• Beschleunigter Herzschlag (siehe Pulsmessung)
• Schnelle flache Atmung

Kapillare Füllzeit testen:

Drücken Sie mit Ihrem Finger auf eine unpigmentierte Stelle in der Maulschleimhaut, die Stelle wird weis und beim gesunden Hund direkt wieder rot, ist die Füllzeit verzögert kann dies Hinweise auf eine Störung des Blutkreislaufes geben.

Puls beim Hund messen:
Den Puls findet man beim Hund an der Arteria Femoralis am Innenschenkel auf beiden Seiten. Der Ruhepuls beträgt je nach Größe des Hundes zwischen 60 und 120 Schlägen.

To Do’s:
Wirken Sie beruhigend auf Ihren Hund ein und leinen Sie ihn an. Beruhigen Sie andere Personen um sie herum und verhindern Sie unüberlegte Maßnahmen und Aktionen anderer Menschen. Legen Sie dem Tier, wenn es zu aktiv ist einen Gittermaulkorb an.

Notfallmaßnahmen:

• Stillen Sie sichtbare, starke und lebensgefährliche Blutungen mit einem Druckverband. Anleitung Druckverband: Decken Sie die Wunde mit einem sterilen Vlies oder einer sterilen Kompresse ab, drücken Sie eine Rolle Mullbinde auf das Vlies und verbinden Sie dieses mit Druck mit einer Mullbinde, der Druck sollte so stark sein, das es nicht mehr blutet. Binden Sie die Körperteile NICHT ab.
• Wenn Ihr Tier bei Bewusstsein ist, lassen Sie es trinken.
• Sollte Ihr Tier einen Hitzschlag haben, schauen Sie bitte den Beitrag auf meiner Homepage unter Tipps & Tricks Hitzschlag nach.
• Legen Sie eine Thermodecke oder erste Hilfe Folie und darüber eine Decke in der der Hund auch transportiert werden kann auf den Boden aus.
• Legen Sie Ihren Hund in die stabile Seitenlage (auf die rechte Seite – bei Verletzungen immer auf die unverletzte Seite legen!) und achten Sie darauf das der Kopf eine gerade Linie zur Wirbelsäule bildet. Falls Ihr Tier steht, gehen Sie auf die Knie, beugen Sie sich über den Hunderücken und nehmen Sie den Vorderlauf und den Hinterlauf der zu ihrem Körper zeigt, heben Sie die Pfoten vorsichtig an und ziehen Sie diese von sich weg, der Hund sollte an Ihrem Körper langsam und vorsichtig zu Boden gleiten. Mit einer Hilfsperson ist dieser Vorgang wesentlich einfacher.
• Betten Sie den Kopf so dass der Mund des Hundes am flachsten Punkt liegt, damit bei Bewusstlosigkeit Erbrochenes ablaufen kann.
• Achten Sie bei Bewusstlosigkeit darauf, dass der Fang geöffnet ist und die Zunge heraushängt, damit er nicht erstickt.
• Durch die stabile Seitenlage wird Ihr Tier in eine Position gebracht, in der die Atemwege freigehalten werden.
• Lagern Sie den hinteren Körperteil mit Kissen und Decken etwas höher.
• Um Ihr Tier vor Auskühlung zu schützen, decken Sie es mit einer Goldfolie/Thermodecke zu.
Transport zum Tierarzt:
• Nehmen Sie vorab Kontakt mit Ihrem Tierarzt oder der Tierklinik auf
• Organisieren Sie sich einen Helfer, der Ihnen hilft das Tier zu tragen und zu fahren
• Kann Ihr Hund laufen, lassen Sie ihn an der Leine zum Auto und in die Praxis / Klinik laufen
• Fahren Sie auf direktem Weg in die Klinik
• Wickeln Sie Ihren Hund in eine wärmende Decke und achten Sie darauf das er sich beim Transport nicht verletzen kann (mit Kissen, Decken Verletzungsgefahr reduzieren)

Exkurs:

Anaphylaktischer Schock

Bitte gehen Sie umgehend zu Ihrem Tierarzt, es geht um jede Minute! Der anaphylaktische Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand!

Hierbei entsteht auf eine chemische Reaktion im Körper mit einer Überreaktion des Immunsystems. Dieser kann durch Fremdstoffe die in den Körper eindringen wie Insektenstiche (Wespe, Biene, Hornisse u.a.), Nahrungsmittel, Medikamente oder auch chemischer Stoffe die das Tier aufgenommen hat, entstehen. Die Diagnose kann nur von einem Veterinärmediziner sichergestellt werden.

Symptome:

Die Symptome können je nach Grad sehr unterschiedlich sein.

• Starke Schwellung an der Einstichstelle, prüfen ob Stachel noch steckt und entfernen!
• Anschwellen der Schleimhäute der Atemwege (z.B. bei Stichen in den Rachen), die Atemnot bis zum Ersticken, Schluckstörungen hervorrufen können
• Schockzustand (siehe dort) bis hin zur Bewusstlosigkeit
• Starker Juckreiz
• Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Bauchkrämpfe
• Schwäche und Benommenheit
• Angst bis hin zur Todesangst
• Blutdruckabfall, Blaufärbung der Schleimhäute
Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen
• Entfernen Sie bei Bienenstichen mit einer Pinzette den Stachel (bei Wespen, Hornissen und Hummeln bleibt kein Stachel zurück
• Bei äußerlichen Stichen können Sie mit einem Insektengiftentferner das Gift rausziehen (Apotheke)
• Kühlen Sie äußere Schwellungen mit einem Eispack (mit Handtuch umwickeln), innere Schwellungen im Rachen können Sie versuchen durch Eiswürfel zu mildern
• Bei harmlosen Stichen können Sie Hausmittel wie Zwiebel oder Apfelessig beträufeln
• Bei Bewusstlosigkeit und Schockzustand Maßnahmen siehe unter Schock ergreifen

To Do’s:
Wirken Sie beruhigend auf Ihren Hund ein und leinen Sie ihn an. Beruhigen Sie andere Personen um sie herum und verhindern Sie unüberlegte Maßnahmen und Aktionen anderer Menschen. Legen Sie dem Tier, wenn es zu aktiv ist einen Gittermaulkorb an.

Transport zum Tierarzt:
• Nehmen Sie vorab Kontakt mit Ihrem Tierarzt oder der Tierklinik auf
• Organisieren Sie sich einen Helfer, der Ihnen hilft das Tier zu tragen und zu fahren
• Kann Ihr Hund laufen, lassen Sie ihn an der Leine zum Auto und in die Praxis / Klinik laufen
• Fahren Sie auf direktem Weg in die Klinik
• Wickeln Sie Ihren Hund in eine wärmende Decke und achten Sie darauf das er sich beim Transport nicht verletzen kann (mit Kissen, Decken Verletzungsgefahr reduzieren)

Text: ©Tina Knopf

 

Cauda-Equina-Syndrom beim Hund

22.10.2016
Beim Cauda-Equina-Syndrom handelt es sich um eine fortschreitende Einengung der Nervenwurzeln im Bereich der Lendenwirbel und dem Kreuzbein. Große, sportliche Rassen im mittleren Lebensalter sind am häufigsten betroffen. Zu den Symptomen gehören Schmerzen, wechselnde Lahmheiten in einem oder beiden Hintergliedmaßen, Kauen an der Rute oder Hinterläufen sowie ein steifer Gang (auch nach dem Einlaufen). Es kann zu Problemen beim Springen (z.B. über Hürden oder in den Kofferraum), beim Aufrichten auf die Hinterläufe und/oder beim Einnehmen einer gestreckten Haltung führen. Bei falschen Bewegungen oder Berührung am hinteren Rücken zeigen die Tiere ihre Schmerzen oft durch kurze Lautäußerungen (Wimmern, Schreien) an. Des Weiteren können die Tiere bei Druck auf das Kreuzbein zusammensacken.Mit dem Fortschreiten der Erkrankung kommt es durch zunehmende Einengung der Nervenwurzeln zu Einschränkungen der Nervenfunktion: Die Rute kann oft nicht mehr oder kaum nach oben bewegt werden und hängt wie ein Hammelschwanz. Ein typisches Zeichen ist auch das mangelnde Anheben der Hintergliedmaßen beim Laufen und das Schleifen der Krallen auf dem Boden. Hierdurch werden die Krallen charakteristisch schräg angeschliffen. Letztendlich kommt es zu Lähmungen der Schließmuskeln und der Blase sowie der Hintergliedmaßen. Diagnose kann durch Neurologische Untersuchung mit Ganganalyse, Anzeigen von deutlichem Schmerz bei der Palpation im Übergangsbereich Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein, auch ein Überstrecken der Rute ruft ebenfalls deutliche Schmerzreaktionen hervor. Frühe Anzeichen einer Nervenwurzeleinengung kann mit verschiedenen Spinalreflexuntersuchungen festgestellt werden. Die sicherste Diagnose Methode ist das digitale Röntgen oder eine CT Aufnahme der hinteren Wirbelsäule unter Narkose durch einen Tierarzt. In der Schulmedizin gibt es die Möglichkeit einer Operation in schweren Fällen, bitte Fragen Sie hierzu einen Tierarzt Ihres Vertrauens. Das Cauda-Equina-Syndrom lässt sich begleitend wunderbar mit Naturheilkunde und Physiotherapie (www.hundephysio-suedpfalz.de) unterstützen.Neuraltherapie (i.c.)Bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikum mit geringer Konzentration (1-2%) um die betroffenen Stellen in die Haut injiziert (intracutan i.c.). Sicherlich waren Sie schon einmal beim Arzt wegen Rückenproblemen und wurden gequaddelt, genau dies ist die Neuraltherapie. Die Neuraltherapie stellt ein schonendes Verfahren dar und belastet nicht den Magen.BlutegeltherapieDie Blutegel stellen eine weitere schöne Möglichkeit zur Therapie von Cauda-Equina-Syndrom da, die ich gerne und oft in meiner mobilen Praxis zum Einsatz bringe. KräuterheilkundeDie Kräuterheilkunde bietet uns vielfältige Möglichkeiten und Einsatzgebiete, sie ist so alt wie die Menschheit selbst und oftmals können wir Wildtiere beobachten die sich instinktiv die richtigen Heilpflanzen aussuchen und verzehren um sich selbst zu helfen. Heilkräuter helfen dem Organismus die Selbstheilungskräfte wieder herzustellen und das Immunsystem zu regulieren. Es gibt viele Pflanzen die sowohl in der Schulmedizin wie auch in der Naturheilkunde zum Einsatz kommen können. 
Exzessive Fellpflege Katze

16.10.2016
Legt Ihr Tier ein übertriebenes Fellpflegeverhalten an den Tag, überprüfen Sie zunächst ob organische Ursachen hierfür vorliegen. Das extreme Lecken kann kahle bis blutige Stellen verursachen und regelrecht zur Sucht ausarten. Lassen Sie Ihr Tier auf Parasiten überprüfen, sind diese nicht die Ursache könnte eine Futtermittelallergie zugrunde liegen. Hier können Sie eine Ausschlussdiät sowie das Führen eines Futtertagesbuches als Hilfsmittel zur Ursachenforschung verwenden. Nehmen Sie ein Futter mit einer Fleischsorte die Ihre Katze noch nie gefressen hat, hört das exzessive Lecken dadurch auf, können Sie von einer Unverträglichkeit des alten Futtermittels ausgehen, dies kann eine Unverträglichkeit auf eine bestimmte Fleischsorte wie auch auf Konservierungs-, Lock- oder Aromastoffe sein. Auch möglich sind Fellanalysen mittels Bioresonanz oder ein Bluttest auf Allergien (beide Tests sind wissenschaftlich nicht anerkannt), womit Allergien relativ schnell entlarvt werden können.Ursachen im psychischen Bereich können Stress (wie Umzug, neuer Lebenspartner, Umstellung der Möbel, Einzug einer Zweitkatze usw) oder Langeweile. Durch Stress kann das Putzverhalten sich schnell zur Sucht steigern, spielen und schmusen Sie in diesen Fällen vermehrt mit Ihrer Katze um den Stress abzubauen. Unterstützend kann die Bachblütentherapie oder Homöopathie nach einer ausführlichen Anamnese über einen Tierheilpraktiker zum Einsatz kommen. In Mehrkatzenhaushalten kann es oft zu exzessiven Lecken kommen, sollte hier eine Bachblüten oder Homöopathische Behandlung wirkungslos sein, überprüfen Sie bitte kritisch ob es nicht sinnvoller wäre, das betroffene Tier in liebevolle andere Hände in denen es als Einzeltier leben kann, abzugeben. Eine artgerechte Haltung trägt dazu bei solche Situationen zu vermeiden. Zeiten der Ruhe, des Spielens, sowie eine katzengerechte Ausstattung: 2 Katzentoiletten pro Katze, eine artgerechte Ernährung, Kratzbaum, Beschäftigungsmöglichkeiten, nach Möglichkeit Freigang, Zugang zu frischem Wasser sowie Kuschel- und Schlafplätze sollten selbstverständlich sein.

Toxoplasmose (Achtung: Zoonose!)
26.07.2016
Gehört zu den Protozoen (Einzeller) und wird durch Toxoplasma gondii ausgelöst. Die Samtpfötchen sind Endwirte (andere Säugetiere und Menschen sind nur Zwischenwirte) bis die Protozoen das Stadium der Fortpflanzung erreicht haben. Die Infizierung erfolgt durch den Verzehr von Mäusen, Vögeln oder rohem Fleisch. Die Vermehrung der Parasiten erfolgt im Darm der Katze, wo er viele Oozysten während der akuten Infektion für 2-3 Wochen ausscheidet. Die Zysten reifen nach Ausscheidung durch Kot innerhalb von 5 Tagen an. Danach sind sie noch monatelang in der Erde ansteckend. Da es sich hier um eine Zoonose handelt ist auch eine Ansteckung des Menschen möglich, wobei besonders Schwangere gefährdet sind. Weiter unten finden Sie Tipps zur Vermeidung Toxoplasmose in der Schwangerschaft. Eine Ansteckung über infizierte Hunde konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden.Nicht gefährdet sind reine Wohnungskatzen welche ausschließlich mit Fertigfutter ernährt werden.BARFER können vorbeugen, in dem das Fleisch bei über -20 Grad eingefroren wird. Eine andere Möglichkeit besteht durch Kochen/Braten über 70 Grad.  Katzenkot sollte immer sofort und sorgfältig beseitigt werden.Die Toxoplasmose bei der Katze verläuft häufig ohne klinische Symptome. Frühsymptome können Appetitlosigkeit, Fieber und Apathie sein. Beim späteren Verlauf können Leber-/Pankreas-, Augen- und Hirnhautentzünden auftreten deren Symptome von Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Ikterus, Vergrößerung der Lymphknoten, Husten, Verhaltensänderungen, Schluckbeschwerden, Unsauberkeit bis hin zu Blindheit und weiteren Symptomen führen können.
Diagnose: Mittels Kotuntersuchung kann eine Oozytenausscheidung festgestellt werden, hierzu ist eine dreimalige Untersuchung im 14 tägigen Abstand möglich, der dem Zyklus entspricht. Eine Blutuntersuchung ergänzt die Kotprobe aufgrund eines Titers, der anzeigt ob Kontakt mit dem Erreger stattgefunden hat.Die Behandlung läuft schulmedizinisch mittels Antibiotika über Ihren Tierarzt.
Tipps für Frauen mit Kinderwunsch oder in Schwangerschaft

  • Lassen Sie einen Antikörpertest auf Toxoplasmose durchführen, stellt der Arzt im Blutbild Antikörper fest, ist Ihr Kind in der Regel geschützt. Die unten stehenden Hygienemaßnahmen sollten auch bei Antikörpern eingehalten werden, da es nicht nur Toxoplasmen sondern noch andere Erreger, mit denen man sich infizieren kann gibt.
  • Lassen Sie Ihre Katze von Ihrem Tierarzt auf Toxoplasmose untersuchen. Ist die Katze immun, geht i.d. Regel (nicht immer) keine Gefahr aus. Ist Ihre Katze negativ getestet und Freigänger, lassen Sie sie während der Zeit der Schwangerschaft nicht mehr raus um eine Ansteckung zu vermeiden, auch das Schlafzimmer sollte tabu sein.
  • Lassen Sie das Katzenklo von einem anderen Familienmitglied reinigen und dieses ein bis mehrmals täglich mit über 70 Grad heißem Wasser reinigen um eine Ansteckungsgefahr zu meiden. Sollte dies nicht möglich sein, ziehen Sie bitte Handschuhe an um direkten Kontakt mit Kot und Erde/Einstreu zu vermeiden
  • Vermeiden Sie Kontakt zur Erde zum Beispiel bei der Gartenarbeit, Erde kann generell immer mit Katzenkot in Berührung gekommen sein.
  • Lassen Sie die BARF Rationen für Ihre Tiere von Ihrem Partner zubereiten und vermeiden Sie den Kontakt mit rohem Fleisch. Sollte dies nicht möglich sein, ziehen Sie Handschuhe bei der Fleischzubereitung an.
  • Verzehren Sie keine ungegartem Fleischprodukte wie Met, rohes Fleisch, Würste (z.B. Salami etc.)
  • Waschen Sie Obst, Gemüse und Salat immer gründlich mit über 70 Grad heißem Wasser ab oder kochen Sie die Zutaten über 70 Grad, da sie durch den Kontakt zur Erde mit dem Parasiten belastet sein können. Obst kann nach gründlichem Waschen geschält verzehrt werden.
  • Waschen Sie vor und nach der Essenszubereitung und Essen gründlich Ihre Hände mit heißem Wasser und Seife.
  • Spülen Sie alle Küchengeräte und Utensilien die mit rohem Fleisch oder Rohmilchprodukten in Kontakt kamen mit über 70 Grad heißem Wasser.
  • Nehmen Sie keine Rohmilch- und Rohmilchprodukte (besonders Ziegen/Schafsmilch) zu sich. Sind die Produkte Pasteurisiert besteht i.d. Regel keine Gefahr.
  • Vermeiden Sie Kontakt mit kranken Katzen sowie unbekannten Katzen.
Depression bei Katzen
>

22.06.2016
>Kennen Sie dass, Ihre Samtpfote will nicht fressen, ist nicht so verspielt oder lebhaft wie normal. Auch Katzen können Depressionen bekommen, allerdings ist eine klare Abgrenzung zu anderen Erkrankungen zwingend notwendig.Bei Appetitlosigkeit, Futterverweigerung, Apathie, sich verkriechen und nicht mehr kuscheln lassen können Anzeichen einer Depression sein, aber auch auf eine Organische Erkrankung hinweisen. Suchen Sie deshalb zuerst Ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt auf, um andere Erkrankungen ausschließen zu können. Denken Sie daran dass alte Katzen ruhiger werden und dies nicht unbedingt auf eine Depression hinweisen muss. Im Alter fressen Katzen oft weniger, schlafen viel mehr da der Stoffwechsel langsamer arbeitet.Wenn Sie Ihre Katze gut kennen können Sie eine Depression leicht erkennen, ähnlich wie bei Menschen, möchten auch Katzen nur noch ihre Ruhe, wollen weder was sehen noch hören und haben wenig bis keinen Appetit, auch kann die Fellpflege in den Hintergrund geraten. Oft können hier Ursachen klar erkannt werden wie Beispielsweise ein traumatisches Erlebnis, eine Verletzung oder Operation sowie der Tod der Bezugsperson oder der Zweitkatze. Wenn Ihre Katze ihren Katzenpartner oder Katzenpartnerin verloren hat, geben Sie ihr Zeit zum Trauern und zum Verarbeiten. Haben Sie Geduld und unterstützen Sie Ihr Tier mit extra Schmuseeinheiten und Ablenkungsversuchen wie Spielaufforderungen. Mit Hilfe einer Tierheilpraktikerin kann eine Katze in dieser Situation naturheilkundlich mit Hydrolaten, Bachblüten oder homöopathisch unterstützt werden, dies Bedarf jedoch einer umfassenden Anamnese, gerne helfe ich Ihnen dabei.Lassen Sie Futterverweigerungen nicht zu, eine Katze sollte nie länger wie einen halben bis maximal einen Tag fasten. Erwärmen Sie in diesen Fällen das Futter, durch das Erhitzen werden Aromastoffe freigesetzt die die Katze zum Fressen animieren. Auch mit Thunfisch oder in Ausnahmefällen etwas Leberwurst unters Futter, können Sie Ihre Katze zum Fressen animieren. Sollte Ihre Samtpfote am zweiten Tag immer noch das Futter verweigern, gehen Sie bitte zum Tierarzt und lassen Sie Ihrer Katze dort helfen. Bieten Sie Ihrer Mieze auch immer wieder kleine Leckerbissen an um sie zum Fressen zu animieren.Es kann unter Umständen auch schwierig werden die Ursache für eine Depression herauszufinden, in diesen Fällen wenden Sie sich bitte an einen Tierheilpraktiker.Bitte nehmen Sie Depressionen bei Ihrem Stubentiger ernst und holen Sie sich professionelle Hilfe, ein seelisches Ungleichgewicht wie eine Depression kann auf Dauer das Immunsystem schwächen. Zu den weiteren Ursachen von Depressionen können beispielsweise zählen: Umzug, neue Möbel, neuer Katzenpartner, Nachwuchs der Besitzer, Einzug eines Hundes im Haushalt, neue Nachbarn, veränderte Arbeitszeiten der Besitzer, ein anderer Tagesablauf, abgesägter Lieblingsbaum, Umstellen der Möbel, neuer Lebenspartner usw. Selbstbewusste Katzen reagieren in solchen Situationen eher mit Zerkratzen von Möbeln oder dem Markieren in der Wohnung bzw. Unsauberkeit. Sensible Tiere hingegen sind anfällig für Depressionen. Haben Sie viel Geduld, Zeit und Liebe in solchen Situationen, Ihr Stubentiger wird es Ihnen danken.
Mash für Pferde
14.06.2016
Mash ist besonders zur Stärkung des Magen-Darm-Traktes als Nahrungsergänzungsmittel für zwischendurch geeignet. Es enthält durch Weizenkleie und Leinsamen viele Wertvolle Mineralien, Vitamine und Aminosäuren. Das Rezept ist für eine Mahlzeit für ein Pferd zw. 500-600 kg.
  • 250 g Weizenkleie
  • 250 g Haferschrot
  • 50 g Leinsamenschrot

Kochen Sie den Leinsamen ca. 15 Minuten lang und lassen Sie ihn abkühlen. Mischen Sie die Weizenkleie und den Haferschrot und übergießen Sie diese Masse mit 50 Grad heißem Wasser. Mischen Sie nun alles zu einem Brei zusammen und lassen Sie die Masse ca. 10-15 Minuten quellen. Gießen Sie nun kaltes Wasser hinzu bis alles zu einem schönen Brei wird.

Dieses Rezept können Sie nach Belieben abwandeln und anpassen und beispielsweise am Ende noch 200 g geriebene Möhren, Äpfel, Fenchel, Bananen oder Kräuter zur Unterstützung der Entgiftungsorgane oder gegen Husten (Brennnessel, Goldrute, Große Klette, Spitzwegerich etc.) untermischen.

 

Frühjahrs-Mash

  • 250 g Weizenkleie
  • 250 g Haferschrot
  • 50 g Leinsamenschrot
  • Brennnesselblätter
  • Pulver der großen Klette
  • Mariendistel

Zubereitung wie oben beschrieben zubereiten, am Ende getrocknete Brennnesselblätter, Große Kletten Pulver und Mariendistel untermischen.

 

Immun-Buster-Mash

  • 250 g Weizenkleie
  • 250 g Haferschrot
  • 50 g Leinsamenschrot
  • Propolis
  • Aloe Vera
  • Probiotikum

Zubereitung wie oben beschrieben zubereiten, am Ende Propolis, Aloe Vera Saft (98-100% reine Aloe) sowie ein Probiotikum untermischen.

 

Stoffwechsel-Mash

  • 250 g Weizenkleie
  • 250 g Haferschrot
  • 50 g Leinsamenschrot
  • Gingko
  • Löwenzahn
  • Brennnesselblätter
  • Mariendistel

Zubereitung wie oben beschrieben zubereiten, am Ende die Kräuter untermischen.

Bandscheibenvorwölbung und Bandscheibenvorfall beim Hund
30. Mai 2016
Bandscheiben, verlieren wie alle Körpergewebe im Alter an Flüssigkeit sowie Elastizität. Sie verlieren an Umfang. Stöße und Belastungen können nicht mehr gut abgepuffert werden (z.B. Springen in Kofferraum, auf Couch, Bett, Agilityübungen etc.) und sind anfällig für Verletzungen. Der Alterungsprozess wird häufig durch Bewegungsmangel beschleunigt, da hierdurch eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen entstehen kann. Nicht immer muss diese Abnutzungserscheinung auch mit Schmerzen einhergehen, oftmals bleibt die Bandscheibenvorwöllbung und / oder ein Bandscheibenvorfall unbemerkt, da sich die Nerven und die umliegenden Gewebe den Veränderungen anpassen. Tritt plötzlich ein Vorfall zum Beispiel ausgelöst durch einen Sprung mit einer starken, ungewohnten Druckbelastung auf, führt dies oft zu heftigen Schmerzen.
BandscheibenvorwölbungEntsteht altersbedingt durch Abnahme des Flüssigkeitsgehalts des Bandscheibengewebes, durch Mangelernährung (Bewegungsmangel) und / oder zu hohe Druckbelastungen (z.B. Springen, Hundesport). Hierdurch wird der äußere Faserring spröde und rissig, der Innendruck des Kerns lässt durch den geringen Flüssigkeitsgehalt nach. Ist die Bandscheibe abgenutzt, kann es vorkommen dass der Gallertkern nach einer Bewegung nicht wieder in seine ursprüngliche Position in der Mitte der Bandscheibe zurück geht sondern vornegewölbt bleibt. Dies kann man mit einem Luftballon vergleichen, der durch ein kleines Loch aus seiner natürlichen Form zusammenschrumpft. Bei der Bandscheibenvorwölbung bleibt die äußere Haut der Bandscheibe intakt, es tritt kein Gewebe oder Flüssigkeit aus. Die Bandscheibenvorwölbung gilt als Vorstufe zum Bandscheibenvorfall, führt aber nicht immer zwingend dazu. Reizt das vorgewölbte Gewebe die Spinalnerven geht die Bandscheibenvorwölbung mit starken Schmerzen einher. Durch die Abwehrreaktion kann es zu schmerzhaften Muskelverspannung oder Gewebereizungen kommen.BandscheibenvorfallReißt der äußere Faserring einer abgenutzten Bandscheibe ein und tritt hierbei Bandscheibengewebe aus, handelt es sich um einen Bandscheibenvorfall. Je nach Größe der Verletzung tritt mehr oder weniger Gewebe/Flüssigkeit aus der Inneren Bandscheibe hervor und kann auch auf die Wurzeln der Spinalnerven drücken.  Ist dies der Fall kann dies mit den nachstehenden Symptomen erkennbar sein:

  • starke Schmerzen, die je nach Versorgungsgebiet der Nervenwurzel bis in die Pfoten, Zehen ziehen können,
  • Plötzliches Aufjaulen beim akuten Vorfall
  • Schmerzäußerungen evtl. auch bei Berührung
  • evtl. Schnappen oder Beißen bei Berührung
  • Muskelschwächen und -lähmungen;
  • Reflexabschwächungen und -ausfällen
  • Tier kann evtl. nicht mehr aufstehen
  • Gefühlsstörungen, zum Beispiel Taubheitsgefühle oder Kribbeln, in den Versorgungsgebieten der Nerven.

Die meisten Bandscheibenvorfälle passieren zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel sowie zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein. Ein Vorfall im Bereich der Halswirbelsäule ist eher selten. Bandscheibenvorfälle heilen mit der Zeit von selbst aus. Oft wird das vorgefallene Gewebe  vom umgebenden Gewebe langsam aufgelöst wodurch auch die Schmerzen nachlassen, die Dauer hängt von der Menge des vorgewölbten Gewebes ab.

 

Behandlung in der Naturheilkunde

 Physiotherapie:

Regelmäßige Massagen, Bewegungsübungen und Wärmetherapie (z.B. Rotlicht oder die heiße Rolle) helfen das Gewebe zu erhalten und die Bandscheiben zu nähren.

Bitte wenden Sie sich für Physiotherapie an meine Teamkollegin Heike Stöffler: www.hundephysiotherapie-suedpfalz.de, Tel. 0175 3444978

 

Schmerztherapie:

Neuraltherapie und Akupunktur entspannen die Muskulatur und können dadurch Verspannungen lösen.

 

Kräutertherapie

Kann für die Versorgung der Gewebe und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt werden.

Ernährungstherapie

Du bist was du Isst. Gerade bei Erkrankungen im Bewegungsapparat kann eine gesunde, artgerechte Ernährung helfen, Verschleiß zu vermindern, Knorpel besser zu Ernähren und Entzündungsherden vorzubeugen. Wichtig bei Erkrankungen im Bewegungsapparat ist eine Ernährung ohne Getreide.

Angemessene BewegungRegelmäßige lange Spaziergänge ohne Überanstrengung sorgen für eine gute Versorgung der Bandscheiben und anderem Knorpelgewebe und beugen damit Verschleiß vor.

 

Gewichtsreduktion

Übergewichtige Hunde sollten so auf Diät gesetzt werden, dass es weder zu einer Minderversorgung des Körpers noch zu Hungerphasen kommt. Durch Übergewicht wird das Bandscheibengewebe übermäßig belastet, das gleiche gilt für Knorpelgewebe in den Gelenken (wie Knie-, Hüft- und Ellenbogengelenk) und bei Spondylose (durch Übergewicht wird der Körper nach unten gezogen, hierzu kann es zu Absplitterungen der Verknöcherung kommen.

 

Nahrungsergänzungsmittel

Grünlippmuschelpulver, Hydrokollagen und Silicea helfen Bandscheibengewebe und Knorpelgewebe mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

 

Schlafplatz

Optimal ist ein trockener, warmer Schlafplatz mit einem orthopädischen Kissen. Hunde mit Problemen im Bewegungsapparat haben oftmals Probleme nach dem Liegen wieder aufzustehen, ein orthopädisches Hundekissen hilft dem Hund leichter aufzustehen. Beispiel ist ein Hundekissen zu weich und ein Hund mit Arthrose probiert aufzustehen, kann er durch das nachgebende Material des Kissens immer wieder einknicken.

Stärkungsbrei für Hunde
26. Mai 2016
Ob zur Stärkung nach Operationen oder schweren Erkrankungen oder einem langen Winter, kann der Stärkungsbrei zur Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers unter das Futter gemischt werden.
Zutaten:
1 Tl Propolis
1 Tl Gerstengraspulver
½ Tl Spirulina
1 Tl Honig
1 Tl Omega 3 Öl mit Vitamin E (Leinsamenöl oder Fischöl z.B. Barfers Omega 3 6 9 Öl von DHN)
1 Tl Probiotika Pulver (z.B. ProBio immun von DHN oder Digest & Immun von Pahema)
3 EL Buttermilch
Zubereitung:
Alle Zutaten mischen und 5-10 Minuten stehen lassen. Die Menge ist für einen mittelgroßen Hund. Bitte bereiten Sie den Brei immer frisch zu. Dieser kann Kur weise über 3 Wochen täglich unter das Futter gemischt werden oder auch als Zwischenmahlzeit, wenn Ihr Hund diesen auch pur annimmt.
Anwendungsgebiete:

  • nach Operationen
  • zur Unterstützung und Stärkung des Immunsystems
  • Rekonvaleszenz
  • Kräftigung
  • für alte und kranke Tiere

 

Arthrose beim Hund
23. Mai 2016
Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung (Verschleiß), mit zu nehmendem Alter unserer Hunde oder auch durch Überlastung durch Hundesport (Frisbee, Agility, Turnierhundesport, Schutzdienst usw.) in jungen Jahren. Der Gelenksknorpel baut sich ab, der die schützende Schicht zwischen den Knochen bildet worauf Knochen auf Knochen liegt. Bei der schwersten Form der Arthrose liegt Knochen auf Knochen, was sehr schmerzhaft ist. Typische Anzeichen für Arthrose beim Hund sind: Das Einlaufen nach einer längeren Liegezeit, generell weniger Bewegungslust und Probleme beim Treppensteigen. Eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur mittels Bildgebender Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT gestellt werden, hierzu wenden Sie sich bitte an den Tierarzt Ihres Vertrauens. Die Tiere haben zu Beginn leichte Schmerzen, was sich im Laufe der Zeit bei weiterer Zurückbildung des Knorpels in mittelstarke bis sehr starke Schmerzen übergehen kann. Zeichen für Schmerzen können Unruhe, Schmerzäußerungen sowie starkes Hecheln sein.
Tipps bei Arthrose mit Naturheilkunde
Neuraltherapie (i.c.)
Bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikum mit geringer Konzentration (1-2%) um die betroffenen Stellen in die Haut injiziert (intracutan i.c.). Sicherlich waren Sie schon einmal beim Arzt wegen Rückenproblemen und wurden gequaddelt, genau dies ist die Neuraltherapie. Die Neuraltherapie stellt ein schonendes Verfahren dar und schont den Magen.Sollten Sie die Neuraltherapie für Ihren Liebling in Erwägung ziehen, freue ich mich auf Ihren Anruf.
Kräuterheilkunde
Die Kräuterheilkunde bietet uns vielfältige Möglichkeiten und Einsatzgebiete, sie ist so alt wie die Menschheit selbst und oftmals können wir Wildtiere beobachten die sich instinktiv die richtigen Heilpflanzen aussuchen und verzehren um sich selbst zu helfen. Heilkräuter helfen dem Organismus die Selbstheilungskräfte wieder herzustellen und das Immunsystem zu regulieren. Es gibt viele Pflanzen die sowohl in der Schulmedizin wie auch in der Naturheilkunde zum Einsatz kommen können.
Bioresonanztherapie
Die Bioresonanztherapie stellt nicht nur eine Analyse und Diagnose sondern auch eine Behandlungsmethode dar. Durch die Frequenzen der Bioresonanztherapie werden Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Blutegeltherapie
Die Blutegel stellen eine weitere schöne Therapiemöglichkeit, die ich gerne und oft in meiner mobilen Praxis zum Einsatz bringe.
Akupunktur
Die Akupunktur leistet eine hervorragende Möglichkeit, blockierte Energien wieder ins fließen zu bringen.
Dorntherapie und Breussmassage
Die Schonhaltung die oft bei Arthrose eingenommen wird, KANN (muss nicht) zu weiteren Problemen im Bewegungsapparat hauptsächlich in der Wirbelsäule führen. Um diese zu vermeiden ist der Einsatz der Dorn-/Breusstherapie welche zur manuellen Therapie gehört, hervorragend geeignet. Auf sanfte Art und Weise wird die Rückenmuskulatur entspannt und Blockaden gelöst.
Physiotherapie
Die Physiotherapie kann helfen, die durch Schonhaltung und Bewegungsunlust durch Arthrose zurückgebildete Muskulatur schonend wieder aufzubauen und den Halteapparat somit wieder zu stützen. Dies kann durch die Hilfe einer Hundephysiotherapeutin und speziellen Muskelaufbautraining oder Schwimmen erfolgen. Schwimmen gehört zu den gelenkschonendsten Trainingsmethoden um Muskulatur aufzubauen. Wenn Sie Interesse an Physiotherapie haben, wenden Sie sich bitte an meine Kollegin Heike Stöffler, http://www.hundephysio-suedpfalz.de/index.htm.
sonstige Tipps

  • Vermeiden Sie Hundesport, Fahrradfahren und zu langes Laufen sowie Sprints mit Ihrem Hund.
  • Setzen Sie Ihren Hund bei Übergewicht auf Diät, jedes Gramm zu viel belastet die Gelenke und verschlimmert den Zustand.
  • Bieten Sie Ihrem Liebling einen warmen und Arthrose gerechten Schlafplatz, vermeiden Sie, dass Ihr Hund im nassen schläft.
  • Vermeiden Sie Getreide im Hundefutter. Getreide vor allem Weizen enthält Antinährstoffe, welche für Entzündungen und Verschleißerscheinungen im Körper verantwortlich sein können. Sollte Sie das Thema interessieren, empfehle ich Ihnen das Buch: Getreide das zweischneidige Schwert der Menschheit.
  • Stellen Sie die Ernährung Ihres Hundes auf eine Biologisch Artgerechte Fütterung um.
  • Wenn Ihr Hund die Wärme liebt, können Sie ihn mittels einer Infrarotlampe an den betroffenen Stellen bestrahlen.
  • Tägliche Magnetfeldtherapie kann unterstützend zu anderen Therapien angewendet werden.
  • Massage von verspannten Stellen tut Seele und Körper gut, gerne zeigt Heike Stöffler Ihnen wie Sie Ihren Liebling bei verspannter Muskulatur richtig massieren können um Verspannungen zu lösen.
  • Auch die heiße Rolle kann verspannte Muskulatur wieder entspannen, meine Kollegin Heike Stöffler zeigt Ihnen gerne die Anwendung der heißen Rolle.
  • Unterstützen Sie den Knorpelaufbau durch Mikronährstoffe und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel.
  • Wickel können unterstützend eingesetzt werden.

Ich weise darauf hin, dass ich gesetzlich verpflichtet bin zu schreiben, das Naturheilverfahren nicht wissenschaftlich anerkannt sind.

 

Allergien beim Tier
19. Mai 2016
Vielleicht kennen Sie die Situation Ihr Hund kratzt und beißt sich, hat Ekzeme, juckende Hautstellen, entzündete Ohren und quält sich herum, als Halter steht man der Sache fast hilflos gegenüber. Allergien können viele Ursachen haben, oftmals sind Impfungen Mitauslöser von Allergien, aber auch Fertigfuttermittel, erbliche Veranlagung und Umweltgifte, lassen unsere geliebten Vierbeiner genauso darunter leiden wie uns Menschen. Sie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Körpers gegen harmlose Stoffe aus der Umwelt wie auf einen Krankheitserreger, welche mit entzündlichen Prozessen einhergehen kann und so, leichte bis schwere Immunreaktionen auslöst. Es gibt die verschiedensten Arten von Allergien von Heuschnupfen, Nahrungsmittelintoleranz und Nahrungsmittelallergien die von immer wiederkehrenden Augen und Ohrenentzündungen bis hin zum heftigsten Durchfall reichen können, Flohbissallergien, Allergien gegen Medikamente (z.B. Spot Ons, Flohhalsbänder usw.) sowie auch Kontaktallergien (beispielsweise: Bärenklau, Kunstrasen u.v.m.). Es gibt verschiedene Möglichkeiten herauszufinden gegen was ein Hund allergisch reagiert, hierzu zählen zum Beispiel Bluttests oder eine Bioresonanzanalyse (beide Verfahren sind wissenschaftlich nicht anerkannt), Ausschlussdiät (falls Sie nur 1-2 Nahrungsmittel als Allergieauslöser in Verdacht haben) oder das genaue Beobachten des Tieres und das Führen eines Allergietagebuches.Folgende Naturheilkundliche Verfahren (die Aufzählung ist nicht Vollständig, dh es gibt noch sehr viel mehr andere naturheilkundliche Verfahren und die Aufzählung erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit) sind möglich. Ich weise darauf hin, dass ich gesetzlich verpflichtet bin zu schreiben, das Naturheilverfahren nicht wissenschaftlich anerkannt sind.
Fellanalyse 
Die Fellanalyse mittels Bioresonanz ist ein Informationstest mittels Frequenzen. Als Informationsträger kommt Fell, Federn, Speichel, Urin oder Blut in Frage. Ich verwende bevorzugt Fell oder Speichen für die Durchführung einer Analyse.Mit einer Fellanalyse besteht die Möglichkeit Blockaden, Störungen, Mangelerscheinungen, Überschüsse und Unregelmäßigkeiten im Organismus vor der Entstehung einer Krankheit zu ermitteln.Zur Analyse werden ca. 30 Haare vom Ansatz, von Ihrem Tier benötigt (bei Hunden, Katzen, Ziegen, Schafe, Rinder): Nackenfell, bei Pferden Mähnen- oder Schweifhaare, bei Vögeln von selbst ausgefallene Federn). Achten Sie darauf dass die Haare nicht vorbehandelt sind (Parasitenspray, Kokosöl, Shampoo, Mähnenspray etc.). Alternativ können Sie mit einem Q-Tip auch Speichel entnehmen. Wickeln Sie das Fell oder den Q-Tip in Alufolie, achten Sie darauf dass die Matte Seite innen liegt, beschriften Sie die Alufolie mit dem Namen Ihres Tieres und dem Entnahmedatum. Die Fell- oder Speichelprobe wird dann zusammen mit dem Anmeldeformular versendet. Soll eine Futteranalyse mit durchgeführt werden, senden Sie bitte noch Futterproben, von Futter das Ihr Tier üblicherweise erhält (auch Leckerli, Mineralfutter, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel etc.) mit. Die Analyseauswertung erhalten Sie als Therapeut ca. 3 Wochen nach der Zusendung. Bitte beachten Sie die AGBs und die Widerrufsbelehrung. Bitte beachten Sie, dass die Fellanalyse mittels Bioresonanz von einer Blutanalyse abweichen kann. Eine Blutanalyse ist immer eine Momentaufnahme, daher kann es sein, dass die Bioresonanzwerte abweichen. Die Fellanalyse mittels Bioresonanz wird wissenschaftlich nicht anerkannt. Die Fellanalyse ist wie BARF Pläne nur gegen Vorkasse erhältlich.Falls Sie Fragen zur Fellanalyse haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Bioresonanztherapie
Am bekanntesten dürfte die Bioresonanztherapie wohl durch Ihren Einsatz bei Allergien geworden sein, wobei die Indikation sehr vielfältig ist und sie auch bei Gelenkserkrankungen, Hauterkrankungen, Hormonellen Störungen (Cushing Syndrom, Addison usw.), parasitären oder toxikologischen Belastungen, Narben, Störungen im Meridianbereich, Stoffwechsel Erkrankungen, Reisekrankheiten (Leishmaniose, Borreliose, Anaplasmose usw.), Autoimmunerkrankungen, chronisch-degenerativen Erkrankungen sowie bei akuten Erkrankungen (Husten, Schnupfen, Blasenentzündung usw.) und vielen mehr eingesetzt werden kann.Unter der Bioresonanz Therapie versteht man eine nebenwirkungsfreie, schmerzfreie und sanfte Schwingungstherapie. Jedes Lebewesen und jedes Organ sendet elektromagnetische Wellen (Frequenzen) aus, die die Grundlage für die Gesunderhaltung eines Organismus ist. Sind diese Frequenzen blockiert, können sie mittels Bioresonanz wieder harmonisiert werden.Die Bioresonanz kann sowohl zur Analyse wie auch zur Therapie eingesetzt werden. Durch die Analyse werden die Blockaden und Störungen im Körper gesucht, welche Krankheiten erzeugen. Im Mittelpunkt der Bioresonanz steht damit ursachenorientiere Analyse mit anschließender Therapie bei Ihnen zu Hause, um das Tier von negativen Einflüssen und Blockaden zu befreien und die Regulationskräfte des Körpers anzuregen.Interesse? Gerne stehe ich Ihnen für eine Beratung zum Thema Bioresonanz oder einen Termin zur Verfügung.
Kräuterheilkunde und Ernährung
Die Kräuterheilkunde bietet uns vielfältige Möglichkeiten und Einsatzgebiete, sie ist so alt wie die Menschheit selbst und oftmals können wir Wildtiere beobachten die sich instinktiv die richtigen Heilpflanzen aussuchen und verzehren, um sich selbst zu helfen. Heilkräuter helfen dem Organismus die Selbstheilungskräfte wieder herzustellen und das Immunsystem zu regulieren. Da immer mehr Tiere unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, ist die Ernährung ein wichtiges Thema, auch für Heuschnupfen- und Hausstauballergiegeplagte Tiere spielt die Ernährung eine Rolle, da diese oft sekundär durch eine (verborgene) Futterunverträglichkeit ausgelöst werden kann.

Morosche Karottensuppe

Bei Durchfall sollte der Hund erst einmal einen Tag fasten. Am 2. Tag kann man mit die Morosche Karottensuppe 4 bis 5 Mal am Tag in kleinen Portionen anbieten. Ist der Durchfall am 3. Tag nicht weg oder vorher Blut im Kot, gehen Sie bitte umgehend zu Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Die Wirkung der Karottensuppe besteht aus Oligogalakturonsäuren welche bei langem Kochen von Karotten entstehen und welche Bakterien an sich binden und somit aus dem Darm ausgeschieden werden können.

Zutaten:

500 g Karotten

1 L Wasser

1 Portion Suppenrindfleisch mit Knochen

1 Tl Salz

Kochen Sie die Karotten mit einem Liter Wasser, 2-3 Tropfen Rapsöl und dem Suppenfleisch 1 ½ bis 2 Stunden. Entfernen Sie das Fleisch und die Knochen, da diese nicht mitgefüttert werden. Füllen Sie die Suppe wieder mit 1 Liter gekochtem Wasser und einem Teelöffel Salz (Meersalz ohne Zusätze) auf und pürieren Sie die Masse. Die Karottensuppe wird über den Tag verteilt in 4-5 kleinen Portionen angeboten.

 

Hundepesto Frühjahrskur

Zutaten:
2 Hände voll Löwenzahnblätter
2 Hände voll Giersch
1/2 Hand voll Klettenlabkraut
Barfers Omega 3 6 9 Öl
3-5 El Kokosflocken

Kräuter waschen, trocknen, klein schneiden und mit Omega 3 6 9 Öl nach Bedarf fein pürieren. 3-5 El Kokosflocken unterheben und in ein steriles Glas füllen. Max. 6 Wochen Kur. 1 Tl täglich für 30 Kg Hund unter die BARF Ration mischen. Pesto im Kühlschrank lagern. Die Frühlingskur unterstützt den Stoffwechsel und dient der Darmreinigung.

Viel Spaß bei der Zubereitung,

Euer KräuterTierchen Team


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Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Sie stellt die häufigste Erkrankung bei alten Hunden und Katzen dar, kann aber auch durch Infektionskrankheiten wie Leishmaniose, Leptospirose, traumatische Einwirkungen, Zysten, Vergiftungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Ernährung, Folge von Impfung, Nierensteine, Bluthochdruck u.a. entstehen. Es handelt sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung die oft erst spät entdeckt wird und irreversibel ist. Wird die CNI im Blut entdeckt ist oft schon ein Großteil der Nierenfunktion eingeschränkt. Hinweis auf eine CNI geben die Blutwerte Kreatinin und Harnstoff sowie ein erniedrigtes spezifisches Gewicht des Urins oft mit erhöhtem Protein. Ist die Funktion der Niere eingeschränkt, werden Proteine nicht mehr korrekt gefiltert und über den Harn ausgeschieden.Symptome sind unter anderem: Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, schlechtes Fell, Verdauungsbeschwerden, blasse Schleimhäute, Mundgeruch, Apathie und Verhaltensstörungen.

Vorsorge: Lassen Sie mindestens einmal jährlich von Ihrem Tierheilpraktiker oder Tierarzt ein geriatrisches Blutbild machen, so können veränderte Blutwerte erkannt und rasch reagiert sowie mit den vergangenen Blutbildern verglichen werden. Sie selbst können auch in regelmäßigen Abständen mittels Urintest die Urinwerte überwachen und bei Veränderungen ein geriatrisches Blutbild von Ihrem Tierheilpraktiker oder Tierarzt erstellen lassen.

Aufgaben der Niere

Grob zusammengefasst hat die Niere die Aufgabe Abbauprodukte wie Protein und Stoffwechselabbauprodukte auszuscheiden, das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes zu halten, den Elektrolythaushalt sowie den Blutdruck zu regulieren. Die Niere hat noch weitere wichtige Aufgaben. Bei einer Nierenerkrankung jedoch, lassen die wichtigen Funktionen der Niere nach.

Nieren und Mineralstoffhaushalt

Die Nieren sind für einen gesunden Mineralstoffhaushalt sehr wichtig. Die Ursachen einer chronischen Nierenerkrankung sind unterschiedlich, aber die Folgen sind beinahe immer eine unzureichende Entgiftung des Blutes und eine Beeinträchtigung des Mineralstoffgleichgewichtes. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Niere nicht genug überschüssiges Phosphat ausscheiden. Auch durch die Dialyse (im Körper) wird Phosphat nicht ausreichend entfernt, daher reichert es sich im Körper mehr und mehr an. Gleichzeitig bildet die kranke Niere zu wenig aktiviertes Vitamin D. Daher sinkt die Calcium-Aufnahme über den Darm – die Konzentration von Calcium im Blut nimmt ab. Der Körper versucht nun, die veränderte Mineralstoffzusammensetzung im Blut durch vermehrte Produktion des Hormons PTH in den Griff zu bekommen. Sowohl der steigende Phosphat- als auch der sinkende Calciumspiegel bewirken eine gesteigerte PTH-Freisetzung durch die Nebenschilddrüse. Die Wirkung von PTH hat sich aber durch die Nierenerkrankung verändert. Zwar veranlasst PTH weiterhin durch Knochenabbau die vermehrte Freisetzung von Calcium (und leider auch von Phosphat), aber die kranke Niere ist nun nicht mehr in der Lage, überschüssiges Phosphat auszuscheiden. PTH bewirkt so zwar weiterhin eine Teilregulation des Calcium-Blutspiegels – der Phosphatspiegel aber steigt durch den Knochenabbau nur noch weiter an. Ein Teufelskreis ist in Gang gesetzt: Der steigende Phosphatspiegel heizt die PTH-Freisetzung weiter an. Die Folge sind immer höhere Phosphatspiegel, da das Phosphat durch die Nieren nicht mehr ausgeschieden und auch durch die Dialyse (im Körper) nicht ausreichend entfernt werden kann. Die einzige Möglichkeit des Körpers, die hohen Blut-Phosphatwerte abzusenken, besteht darin Phosphat – zusammen mit Calcium – als knochenähnliches Material in das Gewebe auszulagern. Dies führt zur Verkalkung und damit zur Versteifung der Blutgefäßwände, zur Verkalkung innerer Organe und der Haut („Weichteilverkalkung“). Ein dauerhaft erhöhter Phosphatspiegel – und damit ein erhöhter PTH-Spiegel – bewirkt zudem auch einen erhöhten Knochenumbau – die Knochendichte nimmt ab, die Knochen werden brüchig.

 

Ernährung

Wichtig ist auch ein auf die chronische Niereninsuffizienz angepasster Ernährungsplan. Dieser sollte nicht Eiweißreduziert sein, da sich sonst Gewebe abbauen kann. Die Nierendiät sollte immer Phosphorreduziert sein, kommen noch andere Erkrankungen wie Leishmaniose hinzu sind noch weitere Besonderheiten im Ernährungsplan zu beachten. Kräuter mit nierenschützenden, entzündungshemmenden, harntreibenden und beruhigenden Eigenschaften können hier als Nahrungsergänzung in Frage kommen. Von der Fütterung von Pflanzenölen ist wegen des hohen Omega 6 Gehaltes mit seinen entzündungsfördernden Eigenschaften abzuraten. Auch auf Salz sollte bei einer Nierendiät verzichtet werden, da dies die Niere nur noch weiterbelastet. Auf die richtige Vitamin und Mineralienversorgung ist ebenfalls zu achten, da bei eingeschränkter Nierenfunktion manche Mineralien, Vitamine und Spurenelemente nicht richtig verwertet werden können. Da gerade bei Erkrankungen viel bei der Ernährung zu beachten ist, stehe ich Ihnen gerne als Ernährungsberaterin Schwerpunkt BARF nach Swanie Simon zur Verfügung und erstelle Ihnen einen fachgerechten, auf Ihr Tier passenden Plan der alle wichtigen Informationen, Hintergründe sowie Tipps & Tricks enthält.

Behandlung

Auch wenn die CNI irreversibel ist, gibt es sowohl in der Schulmedizin wie auch in der Naturheilkunde (z.B. TCM) mehrere Möglichkeiten den Verlauf des Nierenabbaus etwas zu verlangsamen. Es gibt unterschiedliche Therapien/Produkte, die sowohl bei Mensch und Tier in Versuchen, eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufes nachweisen konnten. Mehr Informationen zu den diversen Möglichkeiten gibt Ihnen gerne Ihr Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

©Tina Knopf

 

So kommt Ihr Hund fit durch den Winter

Eine märchenhafte Winterlandschaft, lässt nicht nur uns Menschen oftmals das Herz aufgehen, sondern auch unseren Vierbeinigen Freunden. Für viele Hunde gibt es nichts Schöneres wie durch den Schnee zu toben. Aber gerade im Winter lauern Gefahren, denen man sich bewusst sein sollte.

Pfoten

Gerade die Pfötchen sind im Winter großen Strapazen ausgesetzt und werden durch Eis, Schnee, gefrorene Böden und Streu Salz stark beansprucht. Auch setzen sich Schnee und Eis gerne zwischen den Zehen und Pfotenballen ab und bilden Eisklumpen, dies betrifft hauptsächlich Hunde mit viel Fell zwischen den Pfotenballen. Streusalz führt nicht nur zu Hautreizungen sondern im schlimmsten Fall auch zu Verätzungen, die schmerzhaft sind. Hier ist eine gute Pfotenpflege angebracht. Kürzen Sie das Fell Ihres Lieblings zwischen den Ballen am besten schon vor Wintereinbruch. Vermeiden Sie stark gestreute Wege und waschen Sie die Pfötchen, wenn Sie nach Hause kommen, sanft mit lauwarmen Wasser ab oder befreien Sie diese mit einem feuchten Tuch von Streusalz & Co. Dies kann nicht nur Hautreizungen verhindern sondern verhindert auch das Aufschlecken des Salzes von den Pfoten (mehr dazu später und Streusalz und Frostschutz-/Kühlmittel). Pflegen Sie die Pfötchen Ihres Vierbeiners mit einer fetthaltigen Creme z.B. mit Vaseline, Melkfett & Co. oder stellen Sie selbst eine Pfotencreme her (Rezept siehe weiter unten im Text) um sie vor Austrocknung und schmerzhaften Rissen zu schützen.

Hundeboots

Hat Ihr Hund bereits rissige Ballen oder eine Pfotenverletzung, sollten Sie sich überlegen, diese beim Spaziergang mit Hundeboots (z.B. Walker oder von Ruffwear) zu schützen. Nehmen Sie sich Zeit um Ihren Hund an die Schuhe zu gewöhnen und ziehen Sie diese am Anfang immer nur kurz in Situationen an, die er mit etwas positivem Verbindet z.B. Spielen mit Herrchen oder Frauchen, beim Essen, bei Kopfarbeit etc. Haben Sie Geduld, wenn Ihr Hund die Schuhe nicht gleich akzeptiert und gehen Sie einfühlsam in langsamen Schritten vor. Achten Sie darauf, dass die Boots Ihrem Hund 100% passen und diese eine robuste sowie rutschfeste Sohle haben. Gesunde Hunde benötigen in der Regel keine Schuhe und verfügen über eine natürliche Temperaturregelung.

 

Pfotenbalsam Rezept

  • 100 ml Öl (z.B. Olivenöl, Mandelöl)
  • 1 Handvoll Calendula oder Hamamelis
  • 40 g Bienenwachs
  • 10 g Kakaobutter
  • 30 g Sheabutter
  • 5 Tropfen Propolistinktur
  • 9 ml Vitamin E
  • Kochtopf
  • 2 x Becherglas
  • Sieb
  • Glasrührstab
  • Salbendose
  • Etikett zum Beschriften

Geben Sie das Öl und die Ringelblumen in das Becherglas und erhitzen Sie dieses im Wasserbad über einige Stunden (mittlere Hitze – nicht zu heiß sonst fritieren die Blüten/Pflanzenteile), gießen Sie das Öl mit einem Sieb ab oder pressen Sie diese durch ein Leintuch in das 2 Becherglas ab (Kräuterreste können entsorgt werden). Das Öl wird zusammen mit dem Bienenwachs und der Kakaobutter unter Rühren im Wasserbad erhitzt bis sich das Bienenwachs aufgelöst hat. Nehmen Sie den Topf von der Herdplatte und fügen Sie unter Rühren die Sheabutter hinzu, Rühren Sie solange bis sich die Butter komplett aufgelöst hat. Fügen Sie nun das Vitamin E und die Propolistinktur unter Rühren hinzu und füllen Sie die Masse in Salbendöschen. Beschriften Sie die Dosen mit Inhalt, Inhaltsstoffen sowie dem Herstelldatum

Mit dem Pfotenbalsam kann man die Pfötchen in der kalten Winterzeit pflegen und Rissen vorbeugen. Viel Spaß bei der Herstellung

Für Fehler in der Herstellung oder Anwendung wird KEINE Haftung übernommen!

 

Streusalz oder Frostschutz/Kühlmittel fressen

Bewahren Sie grundsätzlich alle für Hunde schädlichen Substanzen zu denen unter anderen auch Streusalz und Frostschutzmittel gehören für den Hund unzugänglich auf. Viele Hunde lecken Ihre Pfoten nach oder während eines Gassis ab und nehmen so Streusalz im Winter auf (ersteres kann durch abwaschen der Pfoten nach dem Gassi verhindert werden siehe oben, bei letzteren sollte das Ablecken konsequent durch nein oder aus untersagt werden). Streusalz besteht in der Regel aus Kochsalz sowie Mineralien. Auch wenn es in Kleinstmengen nicht giftig ist, sollten Sie Vorsicht walten lassen, denn einige Streusalze sowie auch Frostschutz- oder Kühlmittel enthalten Ethylenglycol, eine süßlich schmeckende und geruchlose Substanz die auf die Vierbeiner nahezu verlockend wirkt und bereits in geringsten Dosen hochgiftig ist. ca. 30 Minuten nach Aufnahme wirkt bereits der enthaltene Alkohol, nach 36-72 Stunden beginnt die Umwandlung in Glykolaldehyd / Glykolsäure / Oxalsäure. Symptome können Rauschähnliche Zustände wie Torkeln, Schläfrigkeit, Schleimhautreizungen, Erbrechen, Schock oder Koma sein oder Krampfanfälle, Auskühlung sowie im schlimmsten Fall Nierenversagen (erst mehr Produktion von Urin, dann Abnahme der Urinproduktion). Haben Sie Ihren Hund bei der Aufnahme von Kühl- und Frostschutzmittel beobachtet, gehen Sie bitte UMGEHEND in eine Tierklinik!

Schneefressen

Etliche Hunde lieben es Schnee zu fressen oder einen gefangen Schneeball aufzunehmen. Wird zu viel Schnee aufgenommen kann es bei empfindlichen, schwachen oder kranken Tieren zu Magen-Darmproblemen wie Durchfall oder Erbrechen sowie zu einer evtl. Mandelentzündung kommen. Bieten Sie Ihrem Hund vor jedem Gassigang frisches Wasser an und unterbinden Sie die Aufnahme von Schnee.

Wenn der Hund im Winter friert

Wintermäntel

In der Regel brauchen junge und gesunde Tiere mit viel Fell keine Wintermäntel. Bei Nackthunden, Hunde die schnell frieren (z.B. Windhunde oder so manch Terrier), wenig Unterwolle haben oder krank (Arthrose, HD, ED oder Spondylosen) sind, sollten bei kaltem Winterwetter jedoch vor Auskühlung geschützt werden. Achten Sie darauf das der Mantel korrekt sitzt, es der Jahreszeit entsprechend passende Kleidung ist (Regenmäntel für den Herbst sind im Winter ungeeignet) und dieser atmungsaktiv ist, dies ist insbesonderedeshalb wichtig weil Hunde einen anderen Stoffwechsel haben, nicht über die Haut schwitzen und es schnell zu Kreislaufproblemen durch Hitzestau kommen kann. Ziehen Sie Ihrem Hund, den Mantel aus, bevor er draußen tobt und mit anderen Hunden spielt, ziehen Sie diesen erst wieder an, wenn Sie normal mit Ihrem Hund weitergehen.

Ernährung – Fit im Winter

Hier sind die Barfer im Vorteil. Hundebesitzer deren Hunden schnell frieren können Fleisch und Gemüsesorten für die BARF Ration auswählen, welche nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wärmende Eigenschaften besitzen (z.B.: Lamm, Hühnchen, Kürbis, Rote Beete, Fenchel, Eier etc.). Meiden Sie kühlende Lebensmittel wie Milchprodukte, Südfrüchte, Gurken, Tomaten, Eisbergsalat, gekochtes Schweinefleisch usw. Bitte bedenken Sie auch, das Obst, Gemüse und Salat bedingt durch lange Lagerung und Transporte im Winter oftmals weniger Vitamine und Mineralstoffe enthalten, wie frisches Gemüse und Obst im Sommer, das man evtl. sogar aus dem eigenen Garten oder bei Wildkräuterwanderungen sammelt. Nehmen Sie nach Möglichkeit Saisongemüse aus der Region aktuell z.B. Feldsalat und andere Wintergemüse. Um Ihren Liebling auch im Winter mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen eignet sich hervorragend Gerstengras (z.B. Bio Gerstenpulver Rückstandskontrolliert). Gerstengras enthält viele Antioxidantien sowie Vitamine und Mineralien (mit Ausnahme von Vitamin D) wie z.B. Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B12, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Magnesium, Calcium, Kalium, Selen, Jod, Eisen, Zink und viele Aminosäuren z.B. Alanin, Arginin, Cystin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Threonin, Tryptophan und Valin. Gerstengras zählt zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt und unterstützt das Immunsystem, die Darmflora sowie den Körper bei der Ausscheidung von Giften. Es kann hervorragend unter die BARF Ration Ihres Tieres gemischt werden. Um den Vitamin D Bedarf im Winter zu decken, gerade für Hunde die keinen Fisch essen, eignet sich Lebertran hervorragend. Bedenken Sie auch das gerade im Herbst und Winter die Erkrankungsraten (Erkältungen etc.) nicht nur bei uns Menschen sondern auch bei unseren Vierbeinern steigen weshalb eine Unterstützung mit natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen wie z.B. in Hagebutte, Spirulina, Lebertran, Gerstengras etc. enthalten sind, sinnvoll sein kann.

Zusätzlicher Energiebedarf im Winter? Über diese Frage diskutieren Experten immer wieder. Während Whippets & Co. frieren, drehen Nordische Hunde wie Husky, Samojeden & Co. erst richtig auf. Je dicker das Fell und die Unterwolle umso weniger zusätzliche Energie wird für den Körpertemperaturerhalt benötigt. Bei anderen Rassen, die mehr Energie zum Erhalt der Körpertemperatur benötigen, sich wenig bewegen oder nur an der Leine gehen (vor allem bei langen Winterspaziergängen), kann eine höhere Menge Fett im Muskelfleisch sinnvoll sein, dies ist von Hund zu Hund individuell abzuwägen. Idealerweise sollte Muskelfleisch zwischen 15-25% Fett enthalten, Fett ist der beste Energielieferant für den Hund. Geben Sie beispielsweise Muskelfleisch mit 15% Fett i.d.R. und Ihr Hund verbraucht im Winter mehr Energie, können Sie den Fettanteil von 15% auf 20-25% anheben, Ihren Hund beobachten und den Fettanteil ggfls. nochmal anpassen. Wichtig ist immer eine ausgewogene, abwechslungsreiche BARF Ration, die alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält. Gerne berate ich Sie bei der Ernährung Ihres Vierbeiners oder erstelle Ihnen einen entsprechenden Ernährungsplan.

©Tina Knopf

Autoimmunerkrankungen beim Tier

 

Bei Autoimmunerkrankungen findet eine Fehlsteuerung des Körpers statt, in dem er sich selbst angreift (Autoaggression). Die vom Körper gebildeten Antikörper richten sich gegen körpereigene Zellen und Gewebe und sehen diese als “Fremdkörper” an. Die Ursache hierfür sind weitestgehend unbekannt, vermutet werden neben Umwelteinflüssen und Impfungen (Studie der japanischen Kobe-Universität: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0008382) auch Medikamente, Darmdysbiose (hier gibt es Studien von der belgischen Universität Gent von Prof. Elewaut sowie der Harvard Medicine School und der New Yorker Universität), Virusinfektionen, genetische Veranlagung sowie auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Erkrankungen (Bsp. Leishmaniose, Anaplasmose).

Beim Hund kommen häufig die Autoimmunerkrankungen Pemphigus foliaceus, Diskoider Lupus Erythematosus und Pempigus erythematosus, selten Bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris und Systemischer Lupus Erythematosus vor. Auch die rheumatoide Poliarthritis kann beim Hund vorkommen. Bei Katzen kommt fast ausschließlich der Pemphigus foliaceus vor.

Schulmedizinisch kommen häufig immunsuppressive Mittel (z.B. Cortison) zum Einsatz. Dabei wird Cortison in so hohen Gaben gegeben, dass das Immunsystem heruntergefahren wird und der Körper seine eigene Zellen nicht mehr als “Fremd” betrachtet. Der Nachteil dieser Therapie besteht in der Unterdrückung und wiederkehrenden Symptomatik nach Absetzen der schulmedizinischen Mitteln, auch besteht die Gefahr dass sich bei Langzeitcortisongabe ein Cushing Syndrom entwickeln kann. Aber auch andere Nebenwirkungen wie Leberschäden, Anfälligkeit für Infekte sowie Magengeschwüre können unter Umständen auftreten. Während die Ursachen eingehend weiter erforscht werden, stehen nur wenige schulmedizinische Behandlungskonzepte zur Verfügung, gleichzeitig gelten Autoimmunerkrankungen in der Schulmedizin als unheilbar.

In der Naturheilkunde steht die Ursachenforschung und deren möglicher Beseitigung sowie die Verbesserung der Symptomatik im Vordergrund. Die Behandlung geht in der Regel über mehrere Stufen die sowohl die Aufgabe hat den Körper dabei zu unterstützen das Toxine (z.B. von Impfungen [Quecksilber und Aluminium], von Bakterien/Viren, aus Nahrungsmitteln aber auch aus der Umwelt) ausgeleitet und der Körper somit entlastet wird, als auch die Maßnahmen den aktuellen Zustand des Immunsystems auszugleichen bzw. zu regulieren. Hierzu gehört nicht nur ein Ausleitungsverfahren sondern auch eine gezielte Darmreinigung und –sanierung, der gezielte Einsatz von individuell auf das Tier abgestimmte pflanzliche wie auch homöopathische Mittel, Maßnahmen bei Entzündungen sowie eine spezielle Nährstoffzufuhr. Das Immunsystem soll damit moduliert werden sein natürliches Gleichgewicht wieder zu finden um die Angriffe gegen den eigenen Körper zu reduzieren bzw. einzustellen.

Tina Knopf

Impfen oder nicht impfen?

Die Frage stellt sich immer wieder. Viele Krankheiten können durch Impfungen vermieden werden, auf der anderen Seite haben sie große Nebenwirkungen von den Beimengungen an Schwermetallen wie Quecksilber und / oder Aluminium einmal abgesehen. Impfungen stehen im Verdacht Allergien, Alzheimer, Krebs, Autoimmunerkrankungen und andere Erkrankungen auszulösen. Bekannt und nachgewiesen ist beispielsweise das Impfsarkom bei Katzen. Auch stellt sich oft die Frage, warum ich mein Tier jährlich impfen lassen muss, obwohl doch die Impfungen bei Menschen im Schnitt 10 Jahre halten – eine durchaus berechtigte Frage. Auf die die Pharmaindustrie sowie die WSVA (Weltverband der Kleintierärzte) mittlerweile reagiert hat und die Impfbestimmungen angepasst hat, Beispiel Tollwutimpfung hält nun 3 Jahre (es gibt aber auch immer noch die jährliche Impfung und eine Zweijahresimpfung).

Wichtig zu wissen ist, dass in Deutschland weder für Mensch noch für Tier eine Impfpflicht besteht. Jedoch kann es zu Problemen kommen, wenn man nicht geimpft ist z.B. Kinder bei Kindertagesstätten oder Schulen, Hunde bei Hundevereinen, Rassehundeausstellungen oder auch Turnieren. Auch bei Reisen ins Ausland sind oft Impfungen vorgeschrieben (hauptsächlich Tollwut, nachlesen kann man dies in den einzelnen Einreisebestimmungen der Länder).

Viele gehen dazu über Ihre Tiere nur noch Grundimmunisieren zu lassen, dazu zählen alle Impfungen (Grund- und Wiederholungsimpfungen) in den ersten 2 Lebensjahren, manche sprechen auch davon dass eine Grundimmunisierung im Welpenalter ausreicht.

Wichtige und vor allen Dingen sinnvolle (Grund-) Impfungen bei unseren Hunden sind Beispielsweise gegen die Staupe und Parvorvirose, da beide Infektionskrankheiten in Deutschland noch vorkommen, ebenfalls ist eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis empfehlenswert. Neuere Impfleitlinien geben hier mittlerweile auch eine Impfempfehlung von 3 Jahren heraus, andere Quellen bestätigen sogar einen lebenslangen Schutz (ähnlich der MMR Impfung bei Menschen im Kleinkindalter, MMR = Mumps, Masern, Röteln).

Bei der Tollwutimpfung empfiehlt es sich zu Tierärzten zu gehen, die die 3 Jahres Tollwutimpfung geben.

Welche Impfungen gibt es bei Hunden noch? Sind beispielsweise gegen Zwingerhusten, Borreliose, Leishmaniose, Leptospirose u.a.

Bei der Leptospirose ist es wichtig zu wissen, dass auch geimpfte Tiere durch die Leptospiren (Bakterien) erkranken können. Es handelt sich hierbei um eine schwere und manchmal sogar tödlich verlaufende Krankheit. Auch Hunde die gegen Zwingerhusten geimpft sind erkranken häufig an Zwingerhusten, was daran liegt, dass die Erkrankung durch viele verschiedene Erreger ausgelöst wird, die nicht alle mit einer Impfung abgedeckt werden (analog Grippeimpfung beim Menschen).

Was denn nun Impfen oder nicht?

Generell muss sich jeder Tierbesitzer diese Frage für sich beantworten und die Verantwortung tragen. Eine Hilfe zur Entscheidung können beispielsweise die Bücher von Monika Peichl; Hunde impfen – der kritische Ratgeber, Hunde impfen mit Verstand, Katzen impfen mit Verstand sowie Haustiere impfen mit Verstand, geben.

Wenn ich mich entscheide, mein Tier impfen zu lassen, was ist dann nach der Impfung zu beachten?

Nach einer Impfung ist es wichtig eine Entgiftung durchzuführen um die Schwermetalle wieder aus dem Körper auszuleiten und den Körper und seine Regenerationsfähigkeit zu stärken. Darauf sollte geachtet werden, dass es sich nicht nur um ein “Lösungsentgiftungsmittel” handelt, sondern die schädlichen Stoffe auch tatsächlich aus dem Körper ausgeleitet werden. Auch bietet sich hier eine Darmsanierung an. Gerne Unterstütze ich Sie und Ihren Liebling bei einer Entgiftungskur oder stehe Ihnen beratend zur Seite.

Und wie sieht es mit Wurmkuren aus?

Anstatt auf Verdacht alle 3 Monate zu entwurmen, empfiehlt sich hier 2 mal jährlich eine Kotprobe an ein Labor abzugeben und diese auf Wurmbefall prüfen zu lassen. Liegt tatsächlich ein Wurmbefall vor, kann man immer noch entweder chemisch (über Tierarzt) oder auf natürlichem Wege (Tierheilpraktiker) sein Tier entwurmen. Gerne stehe ich Ihnen hierfür auch beratend zur Seite.

 

Trennungsangst beim Hund

 

Trennungsangst bei Hunden kommt relativ häufig vor, hauptsächlich wenn ein Tier nie gelernt hat Alleine zu bleiben, der Hundepartner oder die Lieblingsbezugsperson gestorben ist, eine besonders enge Bindung zum Besitzer besteht (Hund hängt wie ein Schatten hinter einem, wenn man geht und steht), ein traumatisches Ereignis auf Seelenebene sich während der Zeit des Alleinseins wie beispielsweise starkes Gewitter oder Feuerwerk ereignet hat. Diese Tiere bekommen während des Alleinseins Stress mit körperlichen Symptomen wie vermehrtes Hecheln und Speicheln, Herzrasen, Kot- und Urinabsatz. Durch Aktionen Bellen winseln, an der Türe kratzen, zerstören von Gegenständen, versucht der Hund den enormen Druck und des Stress abzubauen. Dies hat weder etwas mit Zerstörungswut noch mit Rache oder was sonst noch ins menschliche Denken fällt zu tun. Bitte bestrafen Sie Ihren Hund nicht für zerstörte Gegenstände oder Häufchen/Urin das während Ihrer Abwesenheit abgesetzt wurde, Ihr Hund kann keinen Bezug mehr zwischen falschem Verhalten und Bestrafung herstellen und im schlimmsten Fall Angst vor Ihnen und Ihrer Rückkehr entwickeln. Vielleicht denken Sie jetzt, aber er setzt, wenn ich nach Hause komme ein schlechtes Gewissen Gesicht auf? Dies hat keinesfalls etwas mit seinem Fehlverhalten sondern eher mit Ihrer Reaktion dem Hund gegenüber beim Nachhause kommen und der Entdeckung des Maleurs. Der Hund verbindet mit Ihrem Nachhause kommen Strafe und zeigt aus diesem Grund ein unterwürfiges Verhalten. Bauen Sie den Stress für Ihren Hund ab, in dem Sie wie bei einem Welpen das Alleinsein üben. Lassen Sie ihn kurz in einem Zimmer alleine, gehen Sie wieder hinein ohne Ihr Tier dabei zu beachten, verlängern Sie nach und nach die Frequenzen von wenigen Sekunden über wenige Minuten bis hin zu ein / zwei Stunden und steigern Sie langsam die Zeit. Fängt Ihr Hund beispielsweise nach 15 Minuten mit Jaulen oder bellen an, gehen Sie beim nächsten Mal nur 10 Minuten aus dem Haus und steigern den Abstand dann wieder langsamer nach oben. Stoppen Sie jegliche Ihrer Rituale beim Verlassen des Hauses und beim Nachhause kommen. Dh. Sie sagen weder Tschüss zu Ihrem Hund noch soll er angefasst werden. Ist Ihr Hund, beim Zuhause kommen zu aufdringlich (Anspringen, Anbellen usw.) ignorieren Sie ihn bitte, wenn er sich beruhigt hat, liegt oder sitzt darf er natürlich gestreichelt werden. Ihr Hund soll lernen Ihr kommen und gehen als selbstverständlich zu betrachten. Nehmen Sie auch öfter mal Ihren Schlüssel in die Hand und legen Sie ihn wieder hin, dass gleiche gilt für Jacken, ziehen Sie öfter mal Ihre Jacke oder Schuhe an ohne das Haus zu verlassen und ziehen Sie diese dann wieder aus. Sie können Ihren Hund auch dadurch unterstützen dass Sie ihn, wenn Sie Zuhause sind auf Distanz halten. Dies können Sie tun, in dem Sie Ihren Hund in sein Körbchen oder ins Platz schicken und er erst wieder kommen darf, wenn Sie Ihn rufen, bleibt er ruhig liegen, loben Sie ihn unmittelbar evtl. auch mit Leckerchen!!! Absolviert Ihr Hund diese Übungen mit Bravur ist danach Spielen und Belohnung durch Streicheleinheiten angesagt. Ignorieren Sie Ihren Hund ab ca. 30 Minuten vor Verlassen des Hauses, ziehen Sie Jacke und Schuhe möglichst draußen an. Ausgelastete Hunde leiden weniger an Trennungsangst, deswegen eignet sich Kopfarbeit aber auch Hundesport sehr gut um einen in allen Lebenslagen ausgeglichen Partner an seiner Seite zu haben. Ideal sind Hundesportarten die gleichzeitig auch das Köpfchen anstrengen wie Maintrailing oder Rally Obidience. Auch immer wieder ablegen und Bleib Übungen während des Spazierganges helfen Stress gar nicht erst entstehen zu lassen. Legen Sie Ihren Hund ab und geben Ihn den Befehl liegen zu bleiben, gehen Sie etliche Schritt vom Hund weg, bevor Sie wieder zu ihm gehen und ihn ausführlich und überschwenglich für sein liegenbleiben belohnen. Lösen Sie jede Übung mit Spielen, rennen oder kuscheln auf. Bachblüten, Pheromone und Aromaöle (Achtung bitte keine Aromaöle verwenden, wenn eine Katze in Ihrem Haushalt wohnt) können das Alleinsein Training unterstützen und bei Trennungsangst unterstützend eingesetzt werden. Auch können Sie Ihren Hund während Ihrer Abwesenheit Beschäftigung anbieten, ein Kong gefüllt mit Hüttenkäse, Jogurt oder BARF ist hierfür besonders geeignet. Wenn Sie Zuhause oft Musik oder den Fernseher anhaben, können Sie diesen für Ihren Hund während des Alleinseins anlassen, besonders klassische Musik wirkt sich beruhigend auf Tiere aus.

 

 

 

Hirschlausfliegen – eine kaum bekannte Gefahr im Wald

Was gibt es Schöneres im Herbst wie einen Ausritt, einen Spaziergang mit dem Hund oder das Suchen (und Finden) von Pilzen oder Kastanien im Wald, der sich nun von seiner farbenfrohsten Seite zeigt. Die Zeckenpopulation hat meist abgenommen und ist nicht mehr ganz so stark wie im Frühjahr/Sommer. Leider lauert neben Zecken, Grasmilben und Co. ein weiterer Blutsauger auf uns Zwei- und Vierbeiner.HirschlausfliegeEs handelt sich hierbei um die 3-5 mm große, rötlich-braun, behaarte, Stubenfliegen ähnliche Hirschlausfliege, die eigentlich Wildtiere wie Rehe, Hirsche, Wildschweine & Co. in der Zeit von August bis Oktober befällt. Die Larven schlüpfen am Boden und fliegen auf Pflanzen, um dort auf ein Opfer zu lauern. Nähert sich eines, fliegt die Hirschlausfliege auf den Wirt. Dort wirft sie ihre Flügel ab, krabbelt mit ihren starken Beinchen auf der Haut zu einer geeigneten Stelle. Bevorzugt werden hierbei Rutenansatz, Schweifrübe und Hinterläufe. Hier krallt sie sich mit ihren gezackten Krallen in die Haut und beißt sich fest. Hunde schnellen bei dem schmerzhaften Biss häufig nach hinten um sich an der Stelle zu beißen, möchten nicht weiterlaufen oder werfen sich auf den Boden. Pferde drehen sich panikartig zum Schweif um, steigen, wälzen sich auf den Boden oder werden extrem nervös. Leider ist die Hirschlausfliege resistent gegen das Wälzen, Beißen oder Reiben.

Hirschlausfliege2

Der Biss ist extrem schmerzhaft. Durch den Speichel, der mit dem Biss in die Wunde gelangt, schwillt die Bissstelle an. Parallel hierzu kann es zu Fieber mit einer eitrigen Hautentzündung kommen oder auch zu einer allergischen Reaktion oder Pusteln führen, welche durch das Bakterium Bartonella schoenbuschensis ausgelöst wird.

Haben sich die Hirschlausfliegen einmal festgebissen, sind sie nur schwer zu entfernen. Gegebenenfalls kann eine Waschlotion gegen Ektoparasiten eingesetzt werden (bitte fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt). Wenn Sie die Hirschlausfliege entfernt haben, können Sie einen sog. Insektengiftentferner (z.B. aus einem Drogeriemarkt, einem Outdoor-Laden oder einer Apotheke) einsetzen um Speichelreste zu entfernen. Kühlen Sie den Biss und suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf, um die Behandlung gegen das Bakterium einzuleiten. Die begleitende Hautentzündung kann naturheilkundlich behandelt werden.

Die gängigen Spot On-Präparate scheinen nicht durchweg gegen die Plagegeister leider nicht helfen. Essig auf das Fell gesprüht, soll die Hirschlausfliegen wohl auf Abstand halten. Auch wäre die bei Naturheilkundlern beliebte Methode mit Kokosfett, welches in das Fell eingerieben wird einen Versuch wert. Den besten Schutz stellt – genau wie bei Zecken – das ausführliche und regelmäßige Absuchen des Tieres z.B. nach jedem Spaziergang dar. Bitte töten Sie den Parasit, z.B. durch Verbrennen mit einem Feuerzeug, damit es nicht den nächsten Wirt befallen kann. Nach Spaziergängen im Wald kann ein Flohkamm gute Dienste leisten die Plagegeister zu entfernen.

Auf den beiden Zeichnungen sieht man die Hirschlausfliege mit (oben) und ohne (unten) Flügeln.

Angaben ohne Gewähr

 

 

Leckerli für Katzen

Rezept: Katzen – Leckerli speziell auch für Katzen mit Nierenproblemen

150 g pürierter Thymus (Bries)

5-10 EL Kartoffelflocken oder Kartoffelmehl

1 Eigelb

1 EL Butter- oder Gänseschmalz

2 TL Brennnesselsamen

1 TL Große Klette (Pulver)

Mischen Sie alle Zutaten zu einem festen Teig und geben Sie bei Bedarf nochmal etwas Kartoffelflocken oder Kartoffelmehl oder etwas Wasser dazu. Formen den Teig zu mehreren dünnen Ästen/Stecken und schneiden Sie kleine Häppchen davon zu Leckerchen ab. Diese backen Sie 15-20 Minuten bei 150 Grad. Diese Leckerchen können auch an Hunde verfüttert werden.

 

 

Tipps für heiße Tage

Tipps für heiße Tage – so übersteht Ihr Hund den Sommer

  • Achten Sie darauf, dass immer genügend frisches Wasser zur Verfügung steht.
  • Nehmen Sie bei Spaziergängen eine Wasserflasche und einen Wassernapf mit.
  • Verlegen Sie die Spaziergänge auf die frühen Morgen und späten Abendstunden.
  • Achten Sie bei Spiel und Ruhepausen während Spaziergängen auf genügend Schatten.
  • Wenn Ihr Hund stark Hitzeempfindlich ist, ziehen Sie ihn an heißen Tagen ein Kühlhalsband an.
  • Auch hat sich eine Kühldecke an heißen Tagen bewährt, diese können auch ins Auto gelegt werden (lassen Sie Ihren Hund niemals bei Temperaturen über 20 Grad eingesperrt im Auto!).
  • Sport, Fahrradfahren mit Hund und zu viel Bewegung für Ihren Hund sollte an heißen Tagen unterbleiben.
  • Gehen Sie in der heißen Jahreszeit oft schwimmen mit Ihrem Hund, dies kühlt ab und Ihr Hund bleibt durch das Schwimmen trotzdem in Form.

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  • Binden Sie Ihren Hund an heißen Tagen nicht in der Sonne an.
  • Lassen Sie Ihren Hund niemals bei Temperaturen über 20 Grad eingesperrt im Auto!
  • Füllen Sie einen Kong mit Jogurt, Quark oder Leberwurst und lassen Sie ihn im Gefrierfach gefrieren. Dies bietet eine nette, kühlende Beschäftigung in der heißen Jahreszeit oder machen Sie Ihrem Liebling Hundeeis selber z.B. aus Jogurt mit pürierter Leber, Quark mit Bananen, Hüttenkäse mit Leberwurst. Die Masse können Sie in Eis am Stiel Formen einfrieren.
  • Sorgen Sie dafür dass auch in Ihrem Garten genügend Schatten vorhanden ist (z.B. durch Sonnenschirm, Sonnensegel oder aufgehängte Laken).
  • Auch eine Kühldecke an einem Schattenplatz im Garten wird gerne angenommen. Um Ihren Hund bei Autofahrten zu schützen, legen Sie eine Kühldecke ins Auto, bringen Sie Sonnenschutzfolien am Kofferraum und den Seitenfenstern an.
  • Führen Sie immer einen Kanister frisches Wasser und selbstkühlende Kompressen im Auto für den Notfall mit sich.Lassen Sie Ihren Hund an heißen Tagen am besten im kühlen Zuhause und gewähren Sie ihm auch Zugang zum kalten Keller, damit er sich bei Bedarf zurückziehen kann.

© Tina Knopf