Zugegeben, bei Langhaarhundebesitzern ist die Große Klette aufgrund ihrer klebrigen Früchte die sich gerne im Hundehaar mal verfangen nicht unbedingt beliebt ;-). Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Verwendet wird die Wurzel der Großen Klette, welche im Herbst des ersten Jahres oder im Frühjahr des zweiten Jahres ausgegraben wird.

Zu den Inhaltsstoffen gehören: Inulin, Schleimstoffe, Fettsäuren und Tannine, Phosphorsäure,  ätherisches Öl, Tannine, Bitterstoffe, Phytosterine und antibiotisch wirkende Stoffe.

Arctium Lappa ist auch eine beliebte Pflanze der russischen Kräuterheilkunde. Die Große Klette gilt in der Erfahrungs- und Volksheilkunde als großes Lymphmittel. Dementsprechend wird sie als blutreinigend, entgiftend, harn- und schweißtreibend beschrieben. Des Weiteren wird sie traditionell bei Rheuma, Gicht, Nierensteinen, Diabetes, Hauterkrankungen, als Haartonikum und zur Wundheilung eingesetzt. Kleiner Schönheitstipp als Haarwasser stärkt die Große Klette das Haar 😉 und regeneriert die Kopfhaut.

Die Stengel der Großen Klette kann man als Wildgemüse zubereiten.

In der Hundeernährung kann hin und wieder eine moderate Menge der Stengel und Blätter in die Hundegemüseration püriert werden. Die Klette enthält bis zu 45% Inulin, was sie für die Darmgesundheit unserer Hunde sehr wertvoll macht. Inulin ist ein Präbiotikum, ein Ballaststoff der den nützlichen Darmbakterien dient und beim Aufbau einer gesunden Darmflora hilft und kann die Resorption von Calcium und Magnesium im Darm unterstützen. Weitere Lebensmittel mit präbiotischen Eigenschaften sind zum Beispiel Schwarzwurzel, Topinambur und Chicorée, u.m.

Die frischen Blätter werden von Kräuterkundigen auch als Umschlag bei Verbrennungen und Wunden eingesetzt.

Aufguss, die Klette wird als Kaltansatz angesetzt über mehrere Stunden und dann kurz aufgekocht.

Rechtliches:

Es handelt sich hier rum einen informellen und redaktionellen Beitrag. Die getroffenen Aussagen zur Anwendung und traditionellen Wirkung dienen ausschließlich der Information und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst, sein Tier zu behandeln oder eine Medikation abzubrechen oder zu ersetzen. Es werden keine Heilversprechen zur Behandlung/Linderung angegeben. Bei gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen, Trächtigkeit/Schwangerschaft/Laktation ist ein Tier/Arzt oder Tier/Heilpraktiker zu konsultieren.

Foto und Text: Tina Knopf

Quellen: Die Kräuter in meinem Garten, foodgroove, fairment, Essbare Wildpflanzen, Kräuter-Verzeichnis, Alles Scheiße, Prä- und Probiotika, russische-volksmedizin